Pordoi

Aktuelles
Wegen der stark gestiegenen Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus hat der Volksbund, gemäß Weisung der italienischen Behörden, seine Friedhöfe in Italien bis auf Weiteres geschlossen.
Italien
Gesamtbelegung: 9431
46°29'28.64"N; 11°49'41.35"E

Wegbeschreibung

Localitá Passo PordoiInmitten der gewaltigen Dolomiten-Bergwelt am Fuße der Sella-Wände am Pordoipaß auf der großen Dolomitenstraße von Bozen nach Cortia d'Ampezzo in einer Höhe von ca. 2.300 m ü.M.

Mitten in der gewaltigen Bergwelt der Dolomiten hat der Volksbund für die Toten der harten Gebirgskämpfe des Ersten Weltkrieges eine Kriegsgräberstätte unmittelbar am Pordoi-Pass errichtet. Hier, in einer Höhe von 2 239 Metern, sieht der Besucher nur wenige Kilometer entfernt die Kuppe des Col di Lana, dahinter das ehemalige Frontgebiet der Ampezaner Dolomiten und im Süden das Eis der Marmolata (3 342 m).


Der Bau der Kriegsgräberstätte Pordoi stammt in seinen Anfängen noch aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Die Krypta war bereits vom Volksbund fertiggestellt worden; in ihrem Inneren hatten schon 8 582 österreichische und deutsche Tote des Ersten Weltkrieges ihre letzte Ruhestätte erhalten, als der Zweite Weltkrieg den weiteren Ausbau unterbrach. 1956 wurde mit der Fortführung der Arbeiten begonnen, wobei die Toten des Zweiten Weltkrieges in Erdgräbern bestattet wurden. Der Bau ist in drei deutlich erkennbare Stufen gegliedert.

Eine weite Rundmauer von über 54 Metern Durchmesser umschließt einen 8,5 Meter breiten Erdring, in dem 849 Tote des Zweiten Weltkrieges ruhen. Die zweite Stufe wird von einer über fünf Meter hohen Rundmauer mit 30 Metern Durchmesser gebildet, aus deren Mitte als dritte Stufe sich ein 8,5 Meter hoher achteckiger Baukörper erhebt. Am oberen Rand dieses Oktogons sind auf jeder Seite drei schmale Scharten eingelassen, die als eine Art Lichtfries den Innenraum erhellen. In der Mitte der Halle, deren Fußboden aus Porphyrplatten besteht, befindet sich auf einem Podest eine Flammenschale. An den Seitenwänden stehen die überlebensgroßen Figuren trauernder Soldaten aus italienischem Muschelkalk.

Die Einweihung fand am 19. September 1959 statt.

HINWEIS zu den Öffnungszeiten:


Aufgrund des im Winter nicht sehr hohen Publikumsverkehrs wird die Kriegsgräberstätte nur während des Sommerhalbjahres geöffnet. Aus Gründen der baulichen Sicherheit kann der Gedenkraum in der nicht bewirtschafteten Jahreszeit - leider auch nicht "auf eigene Gefahr" - für den interessierten Besucher geöffnet werden. Wir bitten hierfür um Verständnis.