La Cambe

Frankreich
Gesamtbelegung: 21245
49°20'36.54"N; 1° 1'36.36"W

Wegbeschreibung

Dep. Calvados. Abfahrt von der Straße N 13 Bayeux ­ Cherbourg zum Ort La Cambe, dann Ausschilderung folgen, etwa 12 km vor dem Ort Isigny sur Mer, 26 km von Bayeux entfernt.

Während der Invasionskämpfe legte der amerikanische Gräberdienst in der Nähe des 700 Einwohner zählenden Dorfes La Cambe, acht Kilometer östlich von Isigny, zwei große Gräberfelder mit amerikanischen und deutschen Gefallenen an. Nach 1945 bettete er seine Toten auf den neu angelegten Friedhof St. Laurent-sur-Mer um, und verlegte die deutschen Gefallenen von dort nach La Cambe. So entstand aus den beiden damals mit Amerikanern und Deutschen belegten Anlagen die Friedhöfe in St. Laurent-sur-Mer und bei La Cambe. Der englische und später der französische Gräberdienst nahmen weitere Zubettungen vor, so dass bei Beginn der Umbettungsarbeiten des Volksbundes das Gräberfeld La Cambe mit ca. 8 000 Toten bereits zu einem der größten provisorischen deutschen Soldatenfriedhöfe des Zweiten Weltkrieges in Frankreich geworden war. Heute ruhen 21140 deutsche Gefallene auf dieser Kriegsgräberstätte. Die Erweiterung und Begradigung des Geländes machte eine Neuanlage der umgrenzenden Wälle notwendig. Diese Arbeiten wurden 1957 durch ein internationales Jugendlager bewältigt. Unter dem Motto „Versöhnung über den Gräbern“ halfen hier in La Cambe zum ersten Mal Jugendliche aus mehreren Nationen dem Volksbund bei der Anlage einer Kriegsgräberstätte in Frankreich. Die Jugendlichen arbeiteten auch an der Aufschüttung des fast sechs Meter hohen Tumulus, der als Kameradengrab 207 unbekannte und 89 namentlich bekannte Tote aufgenommen hat. Auf seiner Kuppe steht ein gewaltiges Basaltlavakreuz mit zwei Seitenfiguren. Am 21. September 1961 wurde dieser Friedhof eingeweiht.


La Cambe – Friedenspark

Weit über 100 000 Menschen starben im Sommer 1944 während der Kämpfe nach der alliierten Landung in der Normandie - Amerikaner, Briten, Deutsche, Franzosen, Kanadier, Polen und Angehörige vieler anderer Nationen. Mindestens 14 000 französische Zivilpersonen fielen den Kämpfen, vor allem den schweren alliierten Bombenangriffen, zum Opfer. Ausstellungen, Denkmäler, Bücher, Postkarten, Filme und „Souvenirs“ vielfältigster Art erinnern an das Kriegs geschehen in der Normandie vor über 55 Jahren. Die Ausstellung im Informationszentrum am deutschen Soldatenfriedhof La Cambe stellt weder die Schlachten noch die Kriegswaffen in den Vordergrund. Sie verherrlicht keine militärischen Leistungen und erklärt keine (militärischen) Tragödien. Vielmehr zeigt sie an Beispielen, was der Krieg damals den Menschen antat – den Soldaten aller beteiligten Länder, der französischen Zivilbevölkerung. Sie zeigt Schicksale und lässt Menschen zu Wort kommen. Sie zeigt die Folgen des Krieges – doch den Bildern von Tod, Leid, Zerstörung und Kriegsgräbern stehen hoffnungsvolle Beispiele der Versöhnung, Verständigung und Freundschaft gegenüber. Am 21. September 1996, dem Tag der Eröffnung der Ausstellung, wurden die ersten 21 Bäume des Friedensparks ge -pflanzt. Mit der Idee des Friedensparks und der Übernahme einer Spende von 250 Euro für eine Baumpatenschaft setzen die Spender ein lebendiges Zeichen für den Frieden. Zu den ersten „Baumspendern“ gehörten der damalige Präsident des Volksbundes, Hans- Otto Weber, der damals für die französischen Kriegsteilnehmer und Kriegsopfer zuständige Minister Pierre Pasquini und die miteinander verschwisterten deutschen und französischen Gemeinden Oberarnbach - La Cambe, Kindsbach - Grandcamp-Maisy und Weilerbach-Isigny-sur-Mer.

Im Jahr 2009 wachsen im Friedenspark über 1 200 Ahornbäume und gestalten nachhaltig das Gelände um den deutschen Soldatenfriedhof. Dieses Projekt, dessen schneller und großer Erfolg alle Beteiligten überrascht hat, ist abgeschlossen. Da die Idee des Friedensparks bei den Freunden und Förderern des Volksbundes im In- und Ausland sehr großen Anklang gefunden hat und in Frankreich alle Baumpatenschaften vergeben sind, hat der Volksbund neue Projekte begonnen. 1998 wurden Friedensparks in Budaörs nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest und Groß Nädlitz (Nadolice Wielkie) bei Breslau in Polen eröffnet. Dort entstehen große Sammelfriedhöfe. Im September 2000 wurde der große Soldatenfriedhof St. Petersburg-Sologubowka der Öffentlichkeit übergeben. Auch hier wachsen Bäume für den Frieden.


HINWEIS: Der behindertengerechte Zugang zum Friedhof konnte in 2012 fertiggestellt werden. Wir haben diesen in Verbindung zum Busparkplatz angelegt, so dass die Besucher auf kurzem Weg und ohne große Mühe auf die Kriegsgräberstätte gelangen können.


Damit auch ältere Menschen den Aufstieg zum ca. 6 m hohen Tumulus sicher bewältigen können, wurde im Juli 2016 ein Geländer aus Edelstahl installiert. Bereits die ersten Stunden nach der Fertigstellung zeigten, dass viele Gäste dieses Angebot dankbar annehmen.

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