Rshew

Russland
Gesamtbelegung: 41332
56°17'11.22"N; 34°17'19.93"E

Wegbeschreibung

Von Rshew aus: ab Bahnhof Belorusskij 2,5km Richtung Nord-West nach Ostaschkow, Ostaschkowskoje Chaussee (Straße P87), Auf der rechten Seite direkt an der Stadteinfahrt

1996 hat der Volksbund erstmals mit der Stadtverwaltung von Rshew über die Neuanlage einer Kriegsgräberstätte verhandelt. 1997 wurde uns ein geeignetes Gelände zur Verfügung gestellt, so dass die Ausbauplanung beginnen konnte. Leider wurde der Baubeginn durch Gegner des Projektes zwei Jahre lang verhindert. Mit Hilfe der Stadtverwaltung, die dem Projekt von Anfang an positiv gegenüberstand, konnte erst 1999 der Durchbruch geschafft und mit den Arbeiten begonnen werden.
Gegenüber der deutschen Kriegsgräberstätte wurde mit Unterstützung des Volksbundes und des Kuratoriums Rshew, einer Vereinigung von deutschen Kriegsteilnehmern, ein russischer Friedhof angelegt. Die Einweihung beider Friedhofsanlagen fand am 28. September 2002 statt.

2006 ist es gelungen, alle Hindernisse bezüglich des weiteren Ausbaus zu überwinden. Parallel zu den baulichen Arbeiten wurden von unserem Umbettungsdienst die ersten Exhumierungen von ca. 1.700 deutschen Soldaten aus dem Bezirk Rshew vorgenommen. Zur Zeit ruhen dort über 39.600 (Stand Ende 2017) Gefallene. Weitere Zubettungen werden folgen. Bisher wurden 49 Granitstelen mit 11 860 Namen der Gefallenen beschriftet und aufgestellt. In 2014 wurden weitere 3.234 Namen auf 13 Stelen beschriftet.


Am 20.9.2014 wurden die Repliken der Käthe Kollwitz Skulpturen in Rshew aufgestellt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ruht hier der Enkel Peter im Block 10. Die Originale der Skulpturen stehen in Vladslo/Belgien, da dort der Sohn der Künstlerin bestattet ist.

Die Statuen haben ihren Platz vor dem Eingang zum Friedhof - mit Blick über die beiden Friedhöfe - gefunden.