Zerbst, Muchelfriedhof

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Routenplanung

51°59'45.52"N; 12°06'43.44"E

51°59'45.52"N; 12°06'43.44"E

Gesamtbelegung: 80 Tote

Deutschland

Hier befinden sich die zwischen dem 16. Februar 1915 und dem 20. April 1921 bestatteten russischen Toten des Kriegsgefangenenlagers Zerbst. Das Lager beherbergte zwischen 15.000 und 20.000 Angehörige der russischen, französischen, englischen und belgischen Armee. Die Mehrheit der 80 sich auf dem Friedhof noch befindenden russischen Toten litt an Unterernährung und Krankheiten. Die hier ursprünglich Beigesetzten der französischen, englischen und belgischen Armee wurden wahrscheinlich in ihre Heimat überführt. In den neunziger Jahren wurde das Gelände mit Hilfe der Bundeswehr saniert. Zudem erinnert heute ein Denkmal in der Mozartstraße an die Opfer des Kriegsgefangenenlagers. Auf dem "Alten Russenfriedhof", auch "Muchelnfriedhof" genannt, 1917 in einem Waldstück mit dem Flurnamen Mucheln für die russischen Kriegsgefangenen des Ersten Weltkrieges angelegt, wurden auch die sowjetischen Kriegsgefangenen und deportierten Zivilarbeiter des zweiten Weltkrieges bestattet. Einen besonderen Platz nimmt ein Gedenkstein für 21 sowjetische Sanitätssoldaten ein, die im Zerbster Feldlazarett zur Unterstützung des dortigen Personals gebliebenen waren und im Luftschutzkeller mit den Patienten umgekommen sind. Der Friedhof verwahrloste, da er - im Bereich des Flughafens und eines Panzerübungsgeländes gelegen - zu DDR-Zeiten nicht zugänglich war. Nach Übernahme des Geländes durch die Bundeswehr bemühte sich eine Einheit um die Instandsetzung. Der 21 sowjetischen Sanitäter wird auch auf dem Heidetorfriedhof mit einem kleinen Denkmal gedacht. Auf dem Friedhof befinden sich auch Opfer des 2.Weltkrieges. Informationen hierzu werden in Kürze nachgereicht. Quelle: S. Endlich und N. Goldenbogen, Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus, Band II. Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn 1999.

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