Zerbst, Muchelfriedhof

Deutschland
Gesamtbelegung: 80
51°59'45.52"N; 12°06'43.44"E
Auf dem "Alten Russenfriedhof", auch "Muchelnfriedhof" genannt, 1917 in einem Waldstück mit dem Flurnamen Mucheln für die russischen Kriegsgefangenen des Ersten Weltkrieges angelegt, wurden auch die sowjetischen Kriegsgefangenen und deportierten Zivilarbeiter des zweiten Weltkrieges bestattet. Einen besonderen Platz nimmt ein Gedenkstein für 21 sowjetische Sanitätssoldaten ein, die im Zerbster Feldlazarett zur Unterstützung des dortigen Personals gebliebenen waren und im Luftschutzkeller mit den Patienten umgekommen sind. Der Friedhof verwahrloste, da er - im Bereich des Flughafens und eines Panzerübungsgeländes gelegen - zu DDR-Zeiten nicht zugänglich war. Nach Übernahme des Geländes durch die Bundeswehr bemühte sich eine Einheit um die Instandsetzung. Der 21 sowjetischen Sanitäter wird auch auf dem Heidetorfriedhof mit einem kleinen Denkmal gedacht.


Quelle: S. Endlich und N. Goldenbogen, Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus, Band II. Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn 1999.