Wolfenbüttel - Salzdahlum, Städt. Friedhof

Deutschland
Gesamtbelegung: 30
52°11'43.67''N;10°35'37.40''E
Auf diesem Friedhof ruhen - nach den uns vorliegenden Informationen - insgesamt 30 Tote von Krieg und Gewaltherrschaft in einem gepflegten Gräberfeld in Friedhofsmitte links neben dem Hauptweg. Im Einzelnen:
- 19 Salzdahlumer Einwohner - fast alle Frauen und Kinder sowie 1 sowjetische Zwangsarbeiterin, die bei einem Bombenangriff auf Salzdahlum am 30.Januar 1944 gestorben sind,
- 1 sowjetische Zwangsarbeiter und 1 polnische Zwangsarbeiterin , gestorben 1942 und 1945,
- 1 unbekannter, vermutlich sowjetischer KZ-Häftling, aufgefunden Anfang April 1945 (nicht auf der Gedenktafel verzeichnet) sowie
- 5 deutsche Soldaten, gebürtig aus Salzdahlum, überführt aus Lazaretten oder von ihren Todesorten,
- 2 Deutsche, vermutlich Soldaten, gestorben am 10. April 1945 in Salzdahlum.
Die alten Grabkissen im Zuge der Begrenzungsmauer sind kaum noch lesbar. Die an der linken Mauer neben dem Hochkreuz angebrachte neue Gedenktafel erfasst alle Salzdahlumer Bürger, die im Zweiten Weltkrieg ums Leben kamen. Für den Besucher werden damit die Schicksale der hier Ruhenden nur sehr schwer erfassbar. Unklar ist auch ob sich die Gräber der Soldaten, Zwangsarbeiter und des Häftlings, die nicht beim Bombenangriff gestorben sind, auf dieser Ehrenstätte befinden.

Fotos: Volker Fleig 2013