Vermandovillers

Wegbeschreibung

D143- Richtung Faucaucourt en Santerre

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Wegbeschreibung Routenplanung

49°51'22"N; 2°46'54"E

49°51'22"N; 2°46'54"E

Gesamtbelegung: 22655 Tote

Frankreich

Ganzjährig geöffnet

Département Somme 22632 deutsche Kriegstote Erster Weltkrieg Der deutsche Soldatenfriedhof Vermandovillers wurde ab 1920 von den französischen Militärbehörden als Sammelfriedhof für die deutschen Gefallenen aus den Kampfgebieten südlich der Somme angelegt. Neben wenigen Gefallenen aus den Kämpfen im Sommer und Herbst 1914 fanden hier vor allem Tote aus der Sommeschlacht 1916 und aus der Schlacht vor Amiens im März 1918 bis zum alliierten Gegenangriff im August 1918 ihre letzte Ruhestätte. Viele sterbliche Überreste wurden in den ersten Jahren nach dem Krieg beim Aufräumen der Schlachtfelder geborgen. Auch heute noch werden bei größeren Erdbewegungen Gefallene aus der Zeit des Ersten Weltkrieges gefunden und auf den Gräberstätten in diesem Gebiet endgültig beigesetzt. Die hier Ruhenden gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in allen Ländern und Provinzen des damaligen Deutschen Reiches lagen. Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ab 1927/28 auf Grund einer Vereinbarung mit den zuständigen französischen Militärbehörden aus. Bäume und Sträucher wurden gepflanzt, die Friedhofsfläche begrünt, die Gemeinschaftsgräber mit Natursteinmauern eingefasst und mit Wildrosen bepflanzt. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst. Endgültige Gestaltung Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe in Frankreich aus der Zeit des Ersten Weltkrieges beginnen. Ab 1964 haben Teilnehmer an Jugendlagern des Volksbundes aus Nordrhein-Westfalen Planierung, Bodenverbesserung und Begrünung der Gräberflächen einschließlich der Wege vorgenommen. Ab 1979 erfolgte der Austausch der provisorischen Holzgrabzeichen gegen solche aus Metall mit erhaben gegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden. Die Bundeswehr übernahm den Antransport der für das Aufstellen der Metallkreuze erforderlichen Betonfundamente, die zumeist von Teilnehmern an Jugendlagern des Volksbundes an den Gräbern versetzt wurden. Von den 9455 in Einzelgräbern Ruhenden blieben 379 unbekannt. In 15 Gemeinschaftsgräbern sind 13200 Gefallene bestattet. Die 32 Gräber Gefallener jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Stele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:1. (oben) "Hier ruht begraben ... ."2. (unten) "Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden." Es erfolgte eine grundlegende landschaftsgärtnerische Überarbeitung mit Begrünung der Gräberflächen, dem Setzen neuer Bäume und Büsche sowie der Pflege des vorhandenen Bestandes. Auf den Gemeinschafts-gräbern wurden schwere Natursteinkreuze versetzt und auf den Umfassungsmauern Metalltafeln mit den Namen der bekannten Toten angebracht. Ein geschmiedetes Hochkreuz aus Stahl bildet den Mittelpunkt der Anlage. Besonderheiten:Auf dem Friedhof ruhen in den Gemeinschaftsgräbern zwei junge expressionistische Schriftsteller und Dichter. Reinhard "Johannes" Sorge, geb. 1892 in Berlin, gef. 20. Juli 1916 in Ablaincourt im Alter von 24 Jahren. Alfred Lichtenstein, geb. 1889, gef. 25. September 1914 in Vermandovillers im Alter von 25 Jahren. Pflege: Der Friedhof wird ständig durch den Pflegedienst des Volksbundes betreut.

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