Verlinghem

Frankreich
Gesamtbelegung: 1157
50°40'40''N; 2°59'32''E
Département Nord 1 157 deutsche Kriegstote Erster Weltkrieg


Der deutsche Soldatenfriedhof Verlinghem wurde im April 1916 von der deutschen Truppe, die hier Bestattungen bis September 1918 vornahm, angelegt. Zahlreiche der Beigesetzten starben in den Lazaretten von Tourcoing an ihren schweren Verletzungen, die sie bei den Stellungskämpfen im Raum Armentières erlitten hatten. Hohe Verluste verursachten die britische Offensive in Flandern in zweiten Halbjahr 1917, der deutsche Großangriff im April 1918 und die alliierte Gegenoffensive, die im August 1918 begann und Ende September zur Räumung des Gebietes durch die Deutschen führte. Nach Ende des Krieges haben die französischen Militärbehörden ca. 600 Tote aus dem Lazarettfriedhof in Tourcoing nach hier umgebettet. Die Toten gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in Baden, Bayern, Hessen, Thüringen, Sachsen, Brandenburg, Posen, Schlesien und Westpreußen lagen.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den KriegenErste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auf Grund einer 1926 mit den zuständigen französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. dazu gehörten in Verlinghem die Überarbeitung des Baum- und Strauchbestandes sowie die Begrünung der Gräberflächen. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 begann der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich. Außer einer grundlegenden landschaftsgärtnerischen Überarbeitung des Friedhofes erfolgte der Bau eines neuen Eingangs mit Flügelmauern aus Naturstein und einem geschmiedeten Tor.1971 schloss sich der Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen bodengleich verlegte Namenplatten aus Naturstein an. Sie tragen für jeweils drei Tote Namen und Daten. Einer von ihnen blieb unbekannt. Schwere Symbolkreuze - ebenfalls aus Naturstein - lockern die Gräberfläche optisch auf.

Pflege: Der Friedhof wird ständig durch den Pflegedienst des Volksbundes betreut.