Varel, Ev.- luth. Friedhof

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Routenplanung

53°23'22.4''N;8°08'10.4''E

53°23'22.4''N;8°08'10.4''E

Gesamtbelegung: 195 Tote

Deutschland

Auf den beiden Kriegsgräberstätten des Stadtfriedhofs Varel ruhen - nach den uns vorliegenden Informationen - insgesamt 196 Tote beider Weltkriege und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Im Einzelnen: - Der sog. "Ehrenfriedhof" wurde am 26. Juni 1949 für 122 Soldaten und Angehörige verschiedener Wehrmachtsorganisationen eingeweiht. Sie starben durch Tieffliegerangriffe, vereinzelt auch durch Bombenabwürfe – insbesondere in den Jahren 1944 und 1945 – oder sie erlagen in den Lazaretten ihren Kriegsverletzungen. Einige starben auch während der letzten Kampfhandlungen in der Umgebung Varels Anfang Mai 1945, als kanadische und polnische Truppen in Richtung Varel vorstießen. - Die sog. "Reihengrabanlage" bestand schon während des 2. Weltkrieges. Außer den 8 Gräbern aus dem 1. Weltkrieg (3 deutsche Soldaten und 5 russische Kriegsgefangene) sind hier 62 Gräber von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern sowie von Zwangsarbeiterkindern und –jugendlichen sowie von deutschen Staatsangehörigen (45 Polen, 5 Letten, 5 Russen, je 2 Esten, Litauer und Tschechen, 1 Jugoslawe). In Varel gab es 6 - 7 größere Lager für etwa 4000 Personen, die in Varel bei der Reichsbahn, in Rüstungsbetrieben sowie in der Landwirtschaft Zwangsarbeit leisten mussten. Nach Ende des 2. Weltkrieges konnten viele Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter nicht wieder in ihre Heimatländer zurück. Sie wurden u.a. in den Baracken auf dem Vareler Kasernengelände und auf dem Gelände desehem. Flugplatzes Friedrichsfeld bis zum Beginn der 50er Jahre als „Displaced Persons“ (heimatlose Ausländer) kaserniert. Verstorbene ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und deren Kinder aus diesen Lagern für Displaced Persons und 19 Personen aus der Krankenhaus-Sonderanlage Hahn – dem „Displaced-Hospital Hahn“ – wurden hier ebenfalls bis 1950 begraben. Der Besucher findet die beiden Gräberstätten 80 m über den linken Weg vom Haupteingang aus. Die Reihengrabanlage weitere 50 m hinter dem deutschen Gräberfeld. Fotos: Volker Fleig 2014

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