Valasske Mezirici

Tschechische Republik
Gesamtbelegung: 3100
49°29'6.24"N; 17°57'53.64"E

Wegbeschreibung

Von Hranice auf der Straße Nr. 35 (E 442) kommend, liegt der Stadtfriedhof am Ortseingang von Valasske Mezirici auf der linken Seite (Ulica Masarykova). Vom Parkplatz aus dem Hauptweg folgen, an der Kapelle links abbiegen und hangaufwärts direkt zum Gedenkplatz gehen.

Deutsche Kriegsgräberstätte 1939/45 Valašské Meziříčí / Walachisch Meseritz

Tschechische Republik



Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ist im Auftrag der Regierung der Bundesrepublik Deutschland für die deutschen Kriegstoten der beiden Weltkriege im Ausland zuständig.

Nach Auswertung der Grabmeldungen für die heutige Tschechische Republik konnten 18.368 Gräber deutscher Gefallener des Zweiten Weltkrieges in 1.635 Gemeinden festgestellt werden. Die tatsächliche Zahl dürfte wesentlich höher liegen. Aufgrund fehlender Unterlagen ist dem Volksbund über die Anzahl der Verluste unter den Zivilpersonen nur sehr wenig bekannt.

Als Folge der veränderten politischen Situation in Osteuropa konnte der Volksbund seit Anfang der neunziger Jahre auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik tätig werden. Seitdem ist er damit befasst, die deutschen Kriegsgräber zu finden und die Gefallenen auf zentrale Sammelfriedhöfe zu überführen. Die Arbeiten erfolgen auf der Grundlage des Artikels 30 des zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik vom 27.02.1992 geschlossenen Vertrages, der die Absichtserklärung beider Regierungen, die Kriegsgräber zu schützen und ihre Erfassung und Pflege zu ermöglichen, enthält. Der Abschluss eines Kriegsgräberabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik steht noch aus.

Auf dem Stadtfriedhof von Valašské Meziříčí befindet sich der zentrale Sammelfriedhof für die im Zweiten Weltkrieg in Nordmähren Gefallenen.

Da die während der Kriegszeit auf dem Friedhof ursprünglich angelegten Soldatengräber überbettet wurden und an dieser Stelle keine Erweiterungsmöglichkeit bestand, wurden auf einem Hang am Rande des Friedhofes drei neue Gräberfelder angelegt. Hier ruhen Kriegstote. Die Gräber sind, vom Gedenkplatz aus, über zwei kleine Treppen erreichbar.

Den Gedenkplatz prägt ein Hochkreuz aus Holz. Zu einem späteren Zeitpunkt werden dort Namentafeln angeordnet. Die Grabkennzeichnung erfolgt durch Granitkreuze, die auf jeder Seite die Namen, Daten und Dienstgrade von vier Gefallenen tragen.

Der deutsche Soldatenfriedhof ist jetzt Teil eines Kriegsgräberareals, da unterhalb der deutschen Gräber ein türkisches Denkmal an die hier bestatteten gefallenen Türken des Ersten Weltkrieges erinnert und mit mehrsprachigen Gedenktafeln an die Toten anderer Kriege und Nationen gedacht wird. In unmittelbarer Nähe dazu stehen symbolisch einige Grabsteine von dem ehemals angrenzenden jüdischen Friedhof.

Die Einweihung des Friedhofes fand am 15.09.2001 statt.


Hinweise zu den Angaben im Namenbuch


In diesem Gedenkbuch werden verschiedene Begriffe verwendet, die im folgenden näher erläutert werden:



„Zum Gedenken“
Unser Umbettungsdienst hat nach einem für einen bestimmten Ort registrierten Grab gesucht, die Gebeine aber nicht bergen können.


„Unter den Unbekannten“
Der Kriegstote konnte bei den Umbettungsarbeiten nicht eindeutig identifiziert werden. Er ruht jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit in dem angegebenen Block des Friedhofes und ist einer der dort als „Unbekannter deutscher Soldat“ Bestatteten.


Angaben zur Grablage
Soweit bereits eine Umbettung stattgefunden hat, ist die genaue Grablage genannt (z. B. Block 1, Reihe 25, Grab 1181).


Haben wir noch nicht nach einem Grab suchen können, so ist der auf der Meldung genannte Todes- bzw. Grablageort verzeichnet.


„vermisst“
Die Person ist im Umbettungsbereich der Kriegsgräberstätte vermisst.

Wir machen darauf aufmerksam, dass noch nicht alle im Gedenkbuch namentlich aufgeführten Kriegstoten oder Vermissten auf Namentafeln oder Grabzeichen auf der Kriegsgräberstätte verzeichnet werden konnten.

Stand: 9. Februar 2017