Toila

Estland
Gesamtbelegung: 2011
59°25’28.70''N; 27°31’14.37''E

Wegbeschreibung

Aus Jöhvi kommend fährt man in Richtung des Sanatoriums Toila (Erholungsheim für Bergarbeiter). Auf halbem Wege führt ein Waldweg zum Friedhof. Die genaue Adresse lautet: Deutscher Soldatenfriedhof Toila im Oru Park, Eingang Höhe Ranna str., 41702 Toila./Estland

Deutscher Soldatenfriedhof 1939/45

Der Friedhof Toila wurde 1944 für die Gefallenen der Narva-Front angelegt. Über 2.000 deutsche aber auch estnische Soldaten und Soldaten anderer Nationen fanden auf dem ca. 4,5 Hektar großen Friedhof die letzte Ruhestätte. Nach dem Krieg wurden Teile des Friedhofes als Übungsgelände sowjetischer Grenztruppen benutzt. Der Weitläufigkeit des Geländes ist es zu verdanken, dass dabei nur ein kleiner Teil der Grablagen zerstört wurde.

Der deutsche Soldatenfriedhof liegt am westlichen Rand des Oru-Parkes, einer der größten Landschaftsparkanlagen Estlands, in dem sich bis 1944 der Sommersitz des estnischen Präsidenten befand. Der weiträumige Friedhof besteht aus 12 belegten Gräberblöcken, dazwischen liegen ausgedehnte Waldstücke.

Im Norden wird die Anlage von der zur Ostsee hin abfallenden Steilküste begrenzt. Dem Besucher bietet sich von da aus ein weiter Blick auf die offene See.

Die Umfassung des Friedhofes besteht aus Mauerscheiben aus Naturstein (Dolomit) und zwischen den Mauerscheiben im Abstand von 15 m aufgestellten Natursteinpfosten. Beiderseits des Einganges sind in die Mauerscheiben Tafeln mit den Friedhofsnamen eingelassen. Die Gräberblöcke wurden mit Rasen eingesät. Zwischen den Blöcken blieb die natürliche Waldvegetation erhalten. Die Eckpunkte der Blöcke wurden mit Blocksteinen, welche die Nummer des Blockes tragen, gekennzeichnet. Kreuzgruppen aus Naturstein (insgesamt 32 Stück) symbolisieren die belegten Flächen. Der zentrale Platz, ein Kreis mit einem Durchmesser von 10 m, ist etwa am ursprünglichen Standort wieder entstanden und mit Naturstein befestigt. Hier befinden sich das Hochkreuz aus Metall (Höhe 6,0 m), die 10 Stelen mit den in alphabetischer Reihenfolge genannten mehr als 2000 Namen sowie eine Gedenkaussagetafel vor dem Hochkreuz. Die Wege sind mit Mineralgemisch bedeckt und verbinden die einzelnen Bereiche des Friedhofes miteinander. An ausgewählten Stellen wurden Ruheplätze mit Bänken eingerichtet. Am 10. August 2002 wurde der Friedhof feierlich eingeweiht.

Betreuer des Friedhofes ist die staatliche Forstverwaltung.