Szekesfehervar

Ungarn
Gesamtbelegung: 2365
47°10'11.90"N; 18°25'24.07"E

Wegbeschreibung

Szekesfehervar liegt zwischen Budapest und Balaton, an der Autobahn M7. Der ungarisch-deutsche Soldatenfriedhof befindet sich an der Hauptausfahrtstraße (N63) Richtung Szekszárd auf dem Gelände des aufgelassenen Zivilfriedhofes "Heiliger Geist", aber der Eingang des Friedhofes ist an der paralell verlaufenden gleichnamigen Nebenstraße Sarkereszturi ut. 8-10. Die genaue Adresse lautet: Deutscher Soldatenfriedhof Székesfehérvár, Heiliger Geist Friedhof, Sarkereszturi ut. 8-10., 8000 Szekesfehervar/Ungarn

Das alte deutsche Gräberfeld war nach dem Krieg mangels Pflegevereinbarung dem Verfall preisgegeben. Erst nach 1964 war es dem Volksbund möglich, einzelne der insgesamt ca. 750 Gräber mit Holzkreuzen zu kennzeichnen. Der Gesamtzustand der Gräberfläche blieb jedoch unbefriedigend.

1987 erhielt der Volksbund die Nachricht, dass eine teilweise gewerbliche Nutzung des Friedhofsgeländes seitens der Stadtverwaltung beabsichtigt sei. Verhandlungen mit dem Ungarischen Roten Kreuz führten dazu, dass die Gräber gesichert werden konnten.

Bis zum Frühjahr 1990 wurden durch den Umbettungsdienst des Volksbundes die meisten deutschen Gefallenen geborgen und in einem anderen Teil des Friedhofes in Einzelgräbern eingebettet. Gleichzeitig erfolgten Zubettungen aus Szabadbattyan und anderen Grablageorten.

In der neu gestalteten Anlage verläuft eine Allee zum zentralen Hochkreuz mit Gedenkaussage. Rechts davon befinden sich die deutschen Soldatengräber mit Granitkreuzen, die auf jeder Seite zwei Namen tragen. Rechts vom Hochkreuz, auf dem kleinen Gedenkplatz, befinden sich im Kreis aufgestellte Namensstelen, auf denen der deutschen Opfer gedacht wird, die unter den Unbekannten des Friedhofes liegen bzw. nicht geborgen werden konnten. Links der Allee befindet sich der ungarische Soldatenfriedhofsteil mit liegenden Namenstafeln und Totenstelen aus Eiche. Im hinteren Teil der Anlage sind die Gräber von ca. 1 200 k.u.k. Toten des Ersten Weltkrieges. Sie sind mit Namentafeln und Betonkreuzen gekennzeichnet. Ein Glockenturm und verschiedene ungarische Gedenktafeln schmücken die einzelnen Gräberblöcke.

Auf dem deutschen Soldatenfriedhof Székesfehérvár waren zum Zeitpunkt der Einweihung am 1. Juni 1991 ca. 1.000 deutsche Gefallene bestattet. Nachdem die ungarischen Stellen dem Volksbund Gelände für die Erweiterung des Friedhofes zu Verfügung gestellt hatten, wurde die Anlage Sammelfriedhof für das Komitat Fejér. Heute sind dort nach Zubettungen über 2.300 deutsche Kriegstote beigesetzt.