Stensholmen (Schäre)

Schweden
Gesamtbelegung: 12
58°34'32.77"N; 11°16'27.45"E
Einige Kilometer vor der schwedischen Hafenstadt Fjällbacka wurde 1920 auf der Schäre Stensholmen ein kleines, von einer Feldsteinmauer eingerahmtes Gräberfeld angelegt. Die Gefallenen waren entweder an dieser oder an einer benachbarten Schäre angespült worden.

Auf dieser Anlage ruhen 12 deutsche Gefallene des Ersten Weltkrieges. Von den sieben bekannten Toten sind sechs mit den Todestagen 31. Mai und 1. Juni 1916 registriert - Gefallene der Skagerrakschlacht. Ihre Namen stehen auf roten Granitsteinen.

Stensholmen ist nur mit dem Boot von Fjällbacka aus zu erreichen, die Fahrtzeit beträgt zwanzig Minuten.


Auf Stensholmen ruht Johann Kinau, der als der Seemannsdichter Gorch Fock bekannt wurde, 1880 als ältester Sohn des Fischers Heinrich Kinau auf der Elbinsel Finkenwerder geboren. Knapp 36 Jahre ist er alt geworden und nur die letzten sechs Wochen seines Lebens verbrachte er auf See. Sein bekanntestes Werk ist „Seefahrt tut not“. Er starb am 31. Mai 1916, als der Leichte Kreuzer „Wiesbaden“ versenkt wurde. Er ertrank fast an derselben Stelle, an der auch sein Großvater und sein Onkel im Skagerrak gestorben waren. An der Schäreninsel Stensholmen angeschwemmt, wurde er mit einigen seiner Kameraden durch schwedische Staatsbürger beigesetzt.