St. Martin-de-Ré

Frankreich
Gesamtbelegung: 64

Wegbeschreibung

Saint-Martin-de-Ré ist ein beliebter Ferienort auf der Insel Ré, im Atlantischen Ozean, wenige Kilometer vom Festland entfernt, gegenüber der Hafenstadt La Rochelle. Die Insel ist mit dem Festland durch eine riesige Brücke verbunden. Es gibt einen Linienbus ab Bahnhof La Rochelle, etwa im Stundentakt. Die Fahrt bis Saint-Martin dauert etwa 1 Stunde und kostet € 5, inclusive Rückfahrt. Die Bushaltestelle in Saint-Martin ist östlich vom Ortskern. Da der Friedhof westlich des Dorfes liegt, muss man dann noch ca.15 Minuten bis zum Friedhof gehen.

Auffällig ist die riesige Festungsanlage um den Ort herum, die der Festungsbaumeister Vauban zur Zeit Ludwigs XIV. dort errichten liess. Man bekommt also beim Besuch in Saint-Martin gleich auch noch ein Stück UNESCO-Weltkulturerbe zu sehen. In dem Gefängnisgebäude werden bis heute Schwerstverbrecher inhaftiert. Ein kurzer Mailverkehr mit dem Rathaus in Saint-Martin erbrachte eine nette kompetente Antwort, so dass ich wusste, dass ich die Reise nicht vergeblich antreten würde. Die Antwortmail beinhaltete sogar einen Lageplan des Friedhofs. Der Friedhof liegt ausserhalb des Ortes, an der Ausfallstraße 735 Richtung Le Chaffaud, kurz hinter einem Kreisverkehr. Es gibt kaum Hinweisschilder zum Friedhof. Der Friedhof ist von einer hohen Mauer umgeben, von weitem sieht man nur die Turmspitze der Friedhofskapelle. Eine kleine veraltete Eingangstür (die ich, wenn sie nicht auf dem Lageplan eingezeichnet gewesen wäre, NIE als offiziellen Eingang zum Friedhof angesehen hätte!), bei der ich hoffte, sie würde mir beim Öffnen nicht umfallen, liess mich schon Schlimmes befürchten. Dem war dann aber Gott sei Dank nicht so. Die Soldatengräber bilden einen eigenen kleinen Abschnitt auf dem kommunalen Friedhof. Es liegen dort ca. 60-70 deutsche Soldaten des 1. Weltkriegs. Die Anlage machte insgesamt einen guten, würdevollen Eindruck. Lediglich bei den (liegenden) Grabsteinen in der Mitte des Areals ist der Verwitterungsprozess schon so weit fortgeschritten, dass man die Namen auf den Grabsteinen fast nicht mehr entziffern kann.
Eindrücke, Erfahrungen und Wegebeschreibung von: Herbert Gelhäut