St.-Laurent-Blangy

Frankreich
Gesamtbelegung: 31939
50°19'08"N; 2°48'59"E
Département Pas-de-Calais


31 339 deutsche Kriegstote Erster Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof. St.-Laurent-Blangy wurde in den Jahren 1921 und 1922 von den französischen Militärbehörden als Sammelfriedhof für deutsche Gefallene aus dem südlichen Teil des ehemaligen Frontabschnittes bei Arras angelegt. Hier erfolgte auch die Bestattung der überwiegenden Zahl unbekannter Toter aus dem Bereich nördlich und ostwärts Arras.
Noch 1956 lösten die französischen Militärbehörden den deutschen Friedhof in Comines - unmittelbar an der französisch-belgischen Grenze gelegen - aus städtebaulichen Gründen auf und überführten die 4 283 Toten nach St. Laurent-Blangy.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. aufgrund einer 1926 mit den französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Das große Gemeinschaftsgrab erhielt eine Umfassungsmauer aus Naturstein. Eine von der Provinz Niederschlesien gestiftete Gedenkplatte wurde an der Frontseite des Grabes angebracht und ein hölzernes Hochkreuz als zentrales Mal errichtet. Schließlich folgte die Pflanzung einer größeren Zahl Bäume und einer den Friedhof umschließen- den Hecke sowie die Gestaltung des Eingangs mit einem geschmiedeten Tor zwischen Flügelmauern. Das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber blieb allerdings infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Freiwillige jugendliche Helfer des Volksbundes hatten bereits mit gärtnerischen Vorarbeiten begonnen. Ab 1972 konnten die bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Metall mit eingegossenen Namen und Daten ausgetauscht werden. Auch hier halfen jugendliche Helfer beim Versetzen der 35 Kilogramm schweren Kreuzfundamente aus Beton, deren Antransport die Bundeswehr übernahm.
7 069 Gefallene ruhen in Einzelgräbern. In dem großen Gemeinschaftsgrab mit 24 870 Toten blieben 11 587 unbekannt.

Die Gräber der Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen als Kennzeichnung statt eines Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein, deren hebräische Schriftzeichen besagen:
1.(oben): "Hier ruht begraben ... ."2.(unten): "Möge seine Seele eingebunden sein in den Kreis der Lebenden."
Ergänzungspflanzungen von Bäumen und Sträuchern, Restaurierung und teilweiser Erneuerung des Natursteinmauerwerks sowie die Neugestaltung des Eingangsbereiches schlossen sich an.Das morsche hölzerne Hochkreuz wurde durch ein Stahlkreuz ersetzt. Die namentlich bekannten Toten des Gemeinschaftsgrabes sind auf Metalltafeln verewigt. Die Begrünung der Gräberfläche bildete den Abschluss der Aufbauarbeiten.

Pflege:
Der Friedhof wird ständig vom Pflegedienst des Volksbundes betreut.

🍪 Cookie Einstellungen

Erforderlich

Diese Cookies sind für den Betrieb der Webseite zwingend erforderlich. Hier werden bspw. Ihre Cookie Einstellungen gespeichert.

Statistik

Wir verwenden Google Statistik Cookies um zu verstehen, wie Sie mit unserer Webseite interagieren.