Spasskij

Kasachstan
Gesamtbelegung: 5013
49°32'23.57"N; 73°17'48.89"E
Kriegsgefangenen- und Interniertenfriedhof SPASSKIJ / Karaganda


Der Friedhof mit einer Größe von ca. 8 ha, auf welchem Tote verschiedener Nationen ruhen, darunter über 5.000 Deutsche, liegt an der Straße Karaganda - Almaty - 40 km von Karaganda entfernt - linker Hand der Fahrbahn. Das Gelände - Steppe - steigt nach Süden leicht an und geht im Osten in hügeliges Gelände über.
Bei unserem ersten Besuch im Frühjahr 1995 waren einzige Hinweise auf den Friedhof stehende Gedenksteine für Japaner, Franzosen, Finnen und Italiener, die an der nördlichen Friedhofsgrenze aufgestellt waren.
Gespräche mit örtlichen Verwaltungen verliefen so positiv, dass im gleichen Jahr - also 1995 - noch eine bauliche Überarbeitung des Friedhofes durchgeführt werden konnte. Hierbei wurden die Friedhofsgrenzen durch einen Wallgraben sichtbar gemacht und durch einen Eisenzaun gesichert.
An der westlichen Friedhofsgrenze im vorderen Drittel der Anlage - optisch höchster Punkt der Anlage - wurde ein ca. 5 m hohes stählernes Hochkreuz auf einer gepflasterten Fläche errichtet mit vorgelagerter Schriftplatte mit dem Text in deutscher, kasachischer und russischer Sprache "Hier ruhen Kriegsgefangene - Opfer des Zweiten Weltkrieges".
Über das gesamte Feld sind 19 Symbolkreuzgruppen à drei Kreuzen aus Metall verteilt.
1996 wurde in die Reihe der oben genannten Gedenksteine verschiedener Nationen auch ein ähnlicher Stein für die deutschen Toten aufgenommen mit der Inschrift "Den weit von der Heimat verstorbenen deutschen Kriegsgefangenen und Internierten des Zweiten Weltkrieges".
Darüber hinaus wurden eine ca. 500 m lange Zufahrtsstraße und eine große Parkfläche angelegt, um auch bei feuchter Witterung den Friedhof erreichen zu können.
Die Pflege des Friedhofes wird allein durch den Volksbund gewährleistet und beschränkt sich auf Sauberhaltung der Gedenksteine und Kreuze, Sauberhaltung des Geländes wie Zufahrt und Parkfläche von Unrat etc. sowie Instandhaltung der Einzäunung.

Bemerkung: 1995/96 wurden die japanischen Kriegstoten ausgebettet, die Gebeine eingeäschert und die Asche nach Japan überführt.