Smolensk-Nishnjaja Dubrowinka

Russland
Gesamtbelegung: 8226
54°47'15.82"N; 31°57'0.46"E

Wegbeschreibung

Die deutsche Kriegsgräberstätte Smolensk liegt acht Kilometer westlich der Stadt an der Straße nach Witebskim Vorort Nishnjaja-Dubrowenka. Vom Stadtkern aus fährt man nach Norden, überquert den Dnjepr Richtung Autobahn Minsk-Moskau und biegt nach Überqueren der Bahnlinie nach links ab Richtung Katyn (Witebsk). Nach überquerender Eisenbahngleise südwestlich links zweigt eine kleine Straße ab. Am Wasserturm vorbei erreicht man den Eingang zur Kriegsgräberstätte.

Bei dem etwa vier Hektar großen Gelände handelt es sich um den ehemaligen, von der Wehrmacht angelegten „Waldfriedhof“. Hier sind nach den dem Volksbund vorliegenden Verlustmeldungen rund 4.600 deutsche Soldaten bestattet. 1996 wurde das stark bewaldete Gelände aus gelichtet und ein Großteil der Bäume gerodet.

Bei den Ausbauarbeiten, die 1997 begannen, wurden das alte Denkmal und die Einfassungsmauer des Gedenkplatzes renoviert. Die Frontseite des Friedhofes erhielt ihren Abschluss durch eine Natursteinmauer und gemauerte Pfosten mit dazwischen gehängten schmiedeeisernen Gittern.

Außerdem wurde der Eingangsbereich durch einen Pflasterweg mit dem Denkmal verbunden. 5.548 Namen wurden auf Granitstelen am Gedenkplatz verewigt. Die Zufahrtsstraße und der Parkplatz erhielten eine geschotterte Deckschicht. Der Plan, den Friedhof als Sammelfriedhof für das gesamte Smolensker Gebiet zu nutzen, musste aufgegeben werden, da die Stadtverwaltung nur Zubettungen aus dem Stadtgebiet und der näheren Umgebung erlaubt hat. So wurden bisher 1 203 Tote zugebettet.

In Smolensk gab es noch mindestens drei weitere von der Wehrmacht angelegte Soldatenfriedhöfe, auf denen etwa 4.800 deutsche Soldaten bestattet waren.

Die Soldatenfriedhöfe „an den Narwa-Kasernen“, „Smolensk Nord“ und „Smolensk-Süd“, die im heutigen Stadtgebiet liegen, sind überbaut. Allerdings hatte die Wehrmacht bereits während des Krieges Umbettungen von diesen Friedhöfen zum Waldfriedhof vorgenommen.

Die Einweihung fand am 15. Juni 2002 statt.



4.540 Namengruppen sind bereits auf 17 Granitstelen eingraviert und am Gedenkplatz aufgestellt worden.