Skottau / Szkotowo

Gelegen am Westrand des Dorfes, an der Feldstraße in Richtung Siemionowo auf einer mit Bäumen bewachsenen Anhöhe. Der Friedhof ist annähernd rechteckig und ist aufgeteilt in Friedhofsteile verschiedener Höhe, die mit Treppen aus Stein verbunden sind. Ein niedriger Zaun aus aufgeschichteten Steinen umgrenzt den Friedhof. Die Flächen zwischen den Grabstätten sind mit Feldsteinen gepflastert.

Der Eingang ist in der nordöstlichen Ecke angelegt. Im Südwesten auf dem höchsten Plateau befand sich eine aus Feldsteinen gebaute Kapelle, die jedoch derzeit zerstört ist. Daneben auf einer tiefer liegenden Terrasse finden wir eine Massengrabstätte, in der 207 Soldaten der russischen Armee ruhen. Etwas tiefer, von der nördlichen Seite derselben Terrasse liegen deutsche Soldaten in Einzelgräbern begraben.

Der zweite Teil des Friedhofes liegt etwa 1,5 m tiefer und ist durch eine aufgeschichtete Befestigungsmauer aus Feldsteinen vom oberen Teil abgegrenzt. Hier befinden sich zwei Friedhofsquartiere. Auf der südlichen Seite liegen in einem Massengrab, in der Form eines niedrigen, mit Feldsteinen befestigten Erdhügels, 150 russische Soldaten begraben. Auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich deutsche Einzelgräber. Auf den beiden russischen Massengrabstätten sind Granittafeln angebracht, auf denen die Anzahl der Gefallenen angegeben ist. Auf den deutschen Einzelgräbern befinden sich rechteckige Grabsteine aus Zement. Alle Grabstätten sind mit bearbeiteten Feldsteinen umrandet. Insgesamt ruhen hier 28 deutsche und 322 russische Soldaten, gefallen in den Schlachten vom 26.-28. August 1914, die als "Schlachten von Gardinnen/Gardyń" bezeichnet sind. Der Friedhof gehört zu den am meisten interessant angelegten Kriegsfriedhöfen der Region Allenstein/Olsztyn.