Schwarmstedt, Ev.- luth. Friedhof

Deutschland
Gesamtbelegung: 124
52°41'01.0''N;9°36'37.5''E
Auf diesem Friedhof sollen - nach den uns vorliegenden Informationen - insgesamt 124 Tote beider Weltkriege und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ruhen. Gefunden wurden bei einer Begehung im März 2015 120 Gräber auf der Kriegsgräberstätte im rechten hinteren Teil des Friedhofes sowie eine nicht gekennzeichnete mit Efeu bewachsene größere Grabstelle etwa 50 m links der Kriegsgräberstätte. Die Gräber von 1 deutschen und 3 russischen Soldaten des Ersten Weltkrieges wurden nicht gefunden.

Im Einzelnen:
- 1 sehr gepflegte Reihengrabanlage im nördlichen Friedhofsteil mit 110 Gräbern von deutschen Soldaten, Helferinnen und Zivilpersonen - darunter 4 ungarische Soldaten.
Sie starben bei dem Explosionsunglück in Lindwedel am 15.10.1944, während der Kämpfe um den Allerbrückenkopf Schwarmstedt - Essel 10.-13. April 1945, bei Flugzeugabstürzen am 07. April 1945 oder im Lazarett Schwarmstedt an Krankheit oder Verwundung. 8 von ihnen blieben unbekannt.

- unmittelbar links daneben 10 Gräber von deutschen und ausländischen Zivilpersonen:
- 5 deutsche Zivilpersonen, die ebenfalls bei dem Explosionsunglück starben, 1 polnischer, 1 belgischer, 1 russischer Zwangsarbeiter sowie 1 niederländische Zwangsarbeiterin und 1 Unbekannter.

- 1 mit Efeu bedecktes, nicht gekennzeichnetes Sammelgrab mit 10 Kriegsgefangenen der ehem. Sowjetunion, die am 07. April 1945 durch herabstürzende Flugzeugtrümmer zu Tode kamen. Diese Toten sind in der Gräberliste nicht erfasst.

Fotos: Volker Fleig 2015.