Schwanewede - Neuenkirchen, Friedhof von Opfern der Gewaltherrschaft

Deutschland
Gesamtbelegung: 111
53°13'37.2''N;8°32'49.7''E
Auf dem sog. "Hospitalfriedhof" in der Neuenkircher Heide am Rande des Standortübungsplatzes Schwanewede ruhen - nach den uns vorliegenden Informationen - insgesamt 119 Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft - Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge vieler Nationen.

Sie verstarben vom Mai 1945 bis April 1946 im "Marinegemeinschaftslager 2", indem kurz vor Kriegsende im April 1945 nach Einstellung der Bauarbeiten am U - Bootbunker "Valentin" in Farge ein Hospital durch den Landkreis Osterholz eingerichtet wurde. Nach Übernahme durch die britischen Truppen diente das Hospital zunächst als Lazarett für die vielen kranken und geschwächten Insassen aus den umliegenden Arbeiterlagern.

Ab 16. Mai 1945 kamen 713 Überlebende aus dem KZ - Auffanglager Sandbostel dazu. Trotz intensiver Pflege kam für viele dieser Menschen die Hilfe zu spät. Für die Verstorbenen legte man nördlich vom Lazarett einen Friedhof an.

Im Jahr 1957 fand man bei Bauarbeiten in der Schwaneweder Heide 19 Tote, deren Identität nicht mehr festgestellt werden konnte. Auch sie wurden in 2 Sammelgräbern auf diesem Friedhof beigesetzt.

Hinweis: Der Besucher erreicht diesen Friedhof über die Straße Schwanewede - Neuenkirchen (L 149) Richtung Neuenkirchen. An der Straßeneinmündung "Reiterschanze" nach rechts in den Waldweg einbiegen. Dort auch Hinweisschild "Kriegsgräberstätte". Nach ca. 650 m erreicht man den Friedhof. Der Waldweg ist bei trockenem Wetter gut mit Kfz zu befahren.

Fotos: Volker Fleig 2014

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