Saverne

Frankreich
Gesamtbelegung: 310
48°44'13"N; 07°22'41"E
Auf dieser Kriegsgräberstätte ruhen 314 Kriegstote des I. Weltkrieges.

310 Deutsche
4 Franzosen

Département Bas-Rhin


Der deutsch-französische Soldatenfriedhof Saverne/Zabern wurde zu Beginn des Ersten Weltkrieges im August 1914 nach den ersten Grenzgefechten von der deutschen Truppe als Lazarettfriedhof angelegt. Hinzu kamen Soldaten, die als Angehörige der zahlreichen in Zabern stationierten Etappendienste infolge Unfall oder Krankheit starben. Ein großer Teil der Verwundeten waren Opfer der Kämpfe an der Grenze in der ersten Augusthälfte 1914 und der "Schlacht in Lothringen" vom 20. - 23. August 1914. Aber auch der nachfolgende Stellungskrieg bis Herbst 1918 und die Abwehrkämpfe von September bis November 1918 forderte ihre Opfer. Die französischen Militärbehörden überführten nach dem Krieg weitere Tote aus dem Bereich von 10 Gemeinden - aus einem Umkreis bis zu 42 Kilometern - nach Saverne. Die vier französischen Soldaten, die ebenfalls auf diesem Friedhof bestattet sind, erlagen als Kriegsgefangene ihren Verwundungen in deutschen Lazaretten. Die hier Ruhenden gehörten Truppenteilen an, deren Heimatstandorte überwiegend in Bayern, aber auch in Pommern, Posen, Schlesien, Sachsen, Niedersachsen, Hessen, Westfalen, im Rheinland, Elsaß und in Lothringen lagen.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. 1930 aufgrund einer 1926 mit den zuständigen französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Bäume und Sträucher wurden gepflanzt, und die Gräberfläche mit Rasen eingesät. Ein neuer Eingang mit geschmiedetem Tor entstand und ein gepflasterter Mittelweg führte zu einem Hochkreuz aus Eiche. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges zunächst ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe in Frankreich aus der Zeit des Ersten Weltkrieges beginnen. Bereits vorher hatten jugendliche Helfer des Volksbundes gärtnerische Vorarbeiten geleistet. Sie setzten auch 1971 die erforderlichen 35 kg schweren Betonfundamente an den Gräbern ein. Somit konnten die bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Metall mit eingegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden ausgetauscht werden. Den Antransport der Fundamente übernahm die Bundeswehr. Es folgte eine grundlegende landschaftsgärtnerische Überarbeitung des gesamten Areals. Bei dieser Gelegenheit wurde auf einem Teil des Friedhofsgeländes ein Gebäude für eine Nebenstelle des Pflegedienstes des Volksbundes errichtet. Alle 310 deutschen Kriegstoten ruhen in Einzelgräbern.

Pflege:
Der Friedhof wird ständig durch den Pflegedienst des Volksbundes betreut.