Sande, Ev.- luth. Friedhof

Deutschland
Gesamtbelegung: 102
53°30'03.9''N; 8°00'51.1''E
Auf diesem Friedhof ruhen in einem Gräberfeld unmittelbar links vom Eingang - nach den uns vorliegenden Informationen - insgesamt 102 Tote der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Das Gräberfeld neben dem Eingang besteht aus einer Rasenfläche, ein namentliches Verzeichnis der Toten oder eine erkennbare Einteilung von Grabstellen ist nicht vorhanden. Eine Inschrift an dem Hochkreuz weist lapidar auf 102 ausländische Kriegsopfer hin, obwohl die Namen und Daten der Toten fast alle bekannt und in der Gräberliste aufgeführt sind. Es handelt sich meist um Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus der ehem. Sowjetunion.
Am linken Rand des Gräberfeldes ist ein Gedenkstein mit kyrillischer Inschrift und Sowjetstern aufgestellt, die Schrift ist kaum noch lesbar.
Die lieblos gestaltete Gräberstätte auf einem kirchlichen Friedhof wird der Würde der hier Bestatteten nicht gerecht und entspricht nicht den Vorschriften des Gräbergesetzes!

Fotos: Volker Fleig 2014