Riga Bikernieki

Wegbeschreibung

Die genaue Adresse lautet: Gräberstätte Bikernieki, Bikernieku iela, 1001 Riga/Lettland

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Wegbeschreibung Routenplanung

56°57'52.12"N; 24°12'42.28"E

56°57'52.12"N; 24°12'42.28"E

Lettland

Ganzjährig geöffnet

Im Wald von Bikernieki wurden deportierte deutsche Juden ermordet. An ihr Schicksal erinnert eine Gräber- und Gedenkstätte in der Nähe von Riga, die 2001 eröffnet wurde.

Friedhofbeschreibung

Auf der Gräber- und Gedenkstätte im Wald von Bikernieki befinden sich 55 größere und kleinere Massengräber. Schätzungsweise 35.000 bis 40.000 Menschen wurden im Zweiten Weltkrieg im Hochwald von Riga ermordet. Unter den Ermordeten waren jüdische Familien, politische Häftlinge und sowjetische Kriegsgefangene.

Die Massengräber sind mit Kantensteinen eingefasst. Der zentrale Gedenkplatz der Gräber- und Gedenkstätte ist in 55 Quadrate eingeteilt. Dessen Entwurf stammt vom lettischen Architekten Sergej Rizs. 5.000 grob geschlagene Steine aus ukrainischem Granit, unterschiedlich in ihrer Größe und Farbe, erinnern an die Gräuel im Wald von Bikernieki. In den Steinfeldern sind die 57 Namen der Städte verzeichnet, aus denen Menschen nach Riga deportiert wurden. Das zentrale Mal bildet ein sechs Meter hohes Betonelement, in dem der Namensschrein untergebracht ist. In ihm befinden sich 21 Bronzehülsen mit den Namenslisten, auf denen alle zur Einweihung 2001 namentlich bekannten Deportierten aufgeführt sind.

Belegung

Wie viele Tote exakt in den Massengräbern liegen, ist nicht bekannt.

Historie

Zwischen 1941 und 1945 wurden etwa 25.000 deutsche Juden nach Riga deportiert. Am 26. März 1942 wurde eine unbekannte Zahl der Verschleppten in dem Wald von Bikernieki erschossen. Es folgten weitere Mordaktionen.

Lettland erklärte das etwa acht Hektar große Gelände zur Schutzzone. Mit Mitteln der Bundesrepublik Deutschland, des Nationalen Fonds der Republik Österreich und der im Deutschen Riga-Komitee vereinten deutschen Städte setzte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge die Gräber- und Gedenkstätte 1999 bis 2001 instand. Ihre Einweihung fand am 30. November 2001 statt. Rechtliche Grundlage ist das deutsch-lettische Kriegsgräberabkommen von 1996, in dem sich die Bundesregierung verpflichtet hat, auch den deutschen Opfern der Deportationen in Lettland würdige Grabstätten zu schaffen. Pate des Friedhofs ist der Volksbund, Landesverband Bremen.

Besonderheit

Mit der Pflege der Anlage durch lettische und deutsche Jugendliche wird regelmäßig ein lebendiges Band der Erinnerung und der Begegnung zwischen Riga und den deutschen Städten geknüpft, von denen damals die Sammeltransporte ausgingen.

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