Polen

Przemysl

Gesamtbelegung: 5.178 Tote

Gesamtbelegung: 5.178 Tote


Adresse

ul. Przemysława

37- 700 Przemysl

Polen


Auf der deutschen Kriegsgräberstätte Przemyśl im Südosten Polens ruhen mehr als 5.000 Tote des Zweiten Weltkrieges.

Friedhofsbeschreibung

Die Gräberstätte ist auf einem flachen Hang in Sichtweite der ukrainischen Grenze gelegen. Den Eingang prägt ein großer Steinquader mit einer zweisprachigen Gedenkplatte aus Metall. Der deutsche Soldatenfriedhof ist in drei Terrassen unterteilt. Auf der obersten Terrasse befindet sich ein monumentales Hochkreuz in Form einer Aussparung in einem massiven Betonblock. Auf den mit Rasen bedeckten Gräberflächen stehen Symbolkreuzgruppen aus Granit. Liegende Granitplatten geben die Namen der hier Ruhenden wieder.

Belegung

Im Zweiten Weltkrieg kamen in Polen rund 478.000 deutsche Soldaten ums Leben. Für ungefähr 300.000 von ihnen liegen dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. namentliche Verlustmeldungen vor. Insgesamt sind rund 19.000 Todes- und Grablageorte registriert.
Auf der deutschen Kriegsgräberstätte Przemyśl ruhen mehr als 5.000 Tote des Zweiten Weltkrieges.

Historie

Bis zum Abschluss des Kriegsgräberabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen 2003 arbeitete der Volksbund auf der Grundlage der "Gemeinsamen Erklärung von 1989 und des Vertrages "Gute Nachbarschaft und freundliche Zusammenarbeit" von 1991. 1990 gründete sich eine Kommission aus Vertretern des polnischen Roten Kreuzes, des Volksbundes und des polnischen "Rates zum Schutz des Gedenkens an Kampf und Martyrium". Letzterer ist als Institution mit dem Volksbund vergleichbar. Zur Unterstützung von Umbettungen sowie Bau- und Pflegemaßnahmen wurde 1994 die deutsch-polnische Stiftung "Gedenken" ins Leben gerufen.
Die deutsche Kriegsgräberstätte Przemyśl ist der erste Sammelfriedhof in Polen, den der Volksbund nach 1989 anlegen konnte. Die Stadt wies dem Volksbund ein Gelände von einem Hektar Größe auf einem ehemaligen Festungshügel zu. Auch Militärfriedhöfe anderer Nationen entstanden dort. 1992 begannen die Arbeiten, die Einweihung der Gräberstätte fand am 7. Oktober 1995 statt.

Besonderheit

In der Nähe befinden sich Militärfriedhöfe aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Entlang des alten Festungsweges liegen die Soldaten der Armeen Österreich-Ungarns, Deutschlands und Russlands begraben. Sie starben in den Kämpfen während der dreimaligen Belagerung der Festung Przemyśl 1914 und 1915. Die Friedhöfe, eingeweiht 1916, wurden architektonisch relativ bescheiden gestaltet. Nur der deutsche Friedhof hat die Anmutung eines Mausoleums. Dieses Przemysl Mausoleum 1. WK ist Ruhestätte für mehr als 2.000 Verstorbene und steht unter Denkmalschutz. Der Volksbund half bei der Restaurierung der Gedenkstätte, die 1992 wieder eingeweiht wurde.

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