Oksböl

Dänemark
Gesamtbelegung: 1796
55°38'7.05"N; 8°16'27.42"E

Wegbeschreibung

Die genaue Adresse lautet: Deutscher Soldatenfriedhof Oksbol, Præstegaardsvej 19 6740 Oksbol/DÄNEMARK. Friedhofsbüro: Team EBA, Torrupvej 10 Alslev, 6800 Varde

Die deutsche Kriegsgräberstätte liegt am nordwestlichen Ortsausgang. Sie wurde noch von den Flüchtlingen angelegt, die in dem Lager Oksböl untergebracht waren. Ein Steinwall aus Feldsteinen umschließt die Anlage. Der Friedhof barg ursprünglich 1.247 Tote, darunter sehr viele Kleinkinder, deren Grablagen sich im hinteren rechten Teil der Anlage befinden. Nach Abschluss des Kriegsgräberabkommens im Jahr 1962 wurden 549 Zubettungen vorgenommen und der Friedhof somit vergrößert. Der neu gestaltete Friedhof wurde 1969 eingeweiht. Insgesamt sind dort jetzt 121 Soldaten und 1.675 Flüchtlinge des Zweiten Weltkrieges bestattet.


In dem Gebäude an der linken Seite des Friedhofes erinnert eine Ausstellung an die Situation der Flüchtlinge und informiert über die weltweite Arbeit des Volksbundes. Dort liegt auch das Namenbuch aus. Ein Orientierungsplan aus Bronze auf einem Steintisch beim Eingang erleichtet die Übersicht über die Lage der Gräber. Natursteinkreuze, die auf Vorder- und Rückseite die Namen und Daten von je zwei Toten tragen, kennzeichnen die Gräber. Die Gräberfläche ist mit Heide bepflanzt. Am Ende des Hauptweges steht ein drei Meter hohes Bronzekreuz.


1953 pflanzten junge Menschen, die selbst einige Jahre in den Flüchtlingslagern verbringen mussten, Heidekraut und stifteten Holzkreuze, um die Gräber ihrer Landsleute zu kennzeichnen. Immer noch helfen Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen in den Sommermonaten dem Volksbund bei der Pflege.


Im Rahmen einer Gedenkstunde wurde hier 1997 durch deutsche und dänische Jugendliche ein Ginkgo-Baum als "Symbol gegen das Vergessen" gepflanzt.