Niederbronn-les-Bains

Frankreich
Gesamtbelegung: 15458
48°56'52.26"N; 7°39'31.27"E

Wegbeschreibung

Der Soldatenfriedhof Niederbronn liegt unmittelbar an der Peripherie östlich des gleichnamigen Badeorts auf einem Hügel. Der Weg ist durch Schilder gekennzeichnet. Niederbronn selbst liegt 20 km nordwestlich Haguenau (50 km nördlich von Straßburg); am günstigsten zu erreichen von Karlsruhe aus.

Deutsche Kriegsgräberstätte Niederbronn-les-Bains

Eingebettet in die malerische Hügellandschaft der schönen Vogesen liegt der kleine Kur- und Thermalbadeort Niederbronn mit 5 000 Einwohnern. Dank seiner günstigen Lage herrscht hier ein mildes Klima, ideal für Erholung suchende Kurgäste. Am Ende des Zweiten Weltkrieges erreichten die Kämpfe auch diese schöne Gegend, wobei die Stadt Bad Niederbronn erheblich zerstört wurde. Auf der Anhöhe, auf der heute die deutsche Kriegsgräberstätte Niederbronn liegt, beerdigten die Amerikaner eigene und deutsche Gefallene. Nach Kriegsende wurden die amerikanischen Gefallenen nach St. Avold umgebettet. In den Départements Bas Rhin und Moselle lagen damals viele Tausend deutsche Gefallene des Zweiten Weltkrieges auf 774 Gemeinden verteilt, innerhalb der Gemeinden wiederum verstreut über Felder und Wiesen, Wegränder und Waldungen. Sie wurden nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens auf die zentrale Kriegsgräberstätte Niederbronn umgebettet. In den Jahren 1961 bis 1966 hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge den Friedhof gärtnerisch und baulich hergerichtet. Für die 15 472 deutschen Gefallenen entstand hier in Niederbronn eine würdige Ruhestätte. Die deutsche Kriegsgräberstätte liegt am Ostrand des Ortes entfernt auf einer rund fünf Hektar großen Hochfläche. Von hier hat man einen weiten Blick auf die Berge im Norden, Westen und Südosten. An drei Seiten wird der Friedhof durch Felder begrenzt, die Ostseite reicht bis an einen Eichenwald. Im Eingangsgebäude, einem lang gestreckten eingeschossigen Bau aus Vogesensandstein, befinden ein Besucherraum und ein kleiner Seminarraum. In dem Besucherraum ausliegende Namenbücher mit den Angaben über die hier bestatteten Toten sowie ein Orientierungsplan helfen dem Besucher beim Auffinden der Grablage. Das Gräberfeld ist in 46 Blöcke unterteilt. Die Einzelgräber, durch Grabkreuze aus grünlich schimmerndem Granitstein (Diabas) gekennzeichnet, tragen auf beiden Seiten die Namen von je zwei Toten, jedes Kreuz kennzeichnet damit den Ruheplatz von vier Toten. Liegende Namentafeln kennzeichnen die Lage eines Gruppengrabes mit mehr als zwei Toten.


Vom Eingang aus führt der Hauptweg auf das sich in der Mitte der Kriegsgräberstätte befindliche Hochkreuz. Auf sieben in gleichem Abstand zueinander stehenden Steinblöcken liest der Besucher die Namen der Gemeinden, aus deren Bereich Gefallene nach Niederbronn überführt wurden. Die wenigen Namen stehen hier stellvertretend für etwa 800 Umbettungsorte.

Am Ende des Hauptweges, der vom Hochkreuz nach rechts abbiegt, befindet sich das Ehrenmal. Es ist ein Rundbau aus rotem Vogesensandstein mit einem Durchmesser von 18 Metern. Sein kuppelförmiges, mit Blei verkleidetes Dach ruht auf Stahlbetonpfeilern. Durch eine kreisrunde Öffnung in der Dachmitte dringt Licht in den fensterlosen Innenraum ein, in dessen Mitte sich das Kameradengrab befindet. Zur Erinnerung an in Frankreich ruhende ungarische Soldaten wurde in der Halle eine Stele aufgestellt.

Die Kriegsgräberstätte wurde am 1. Oktober 1966 eingeweiht.

40 Jahre nach Fertigstellung der Friedhofsanlage waren die Grabsteine verwittert und es hatten sich Risse gebildet. Ein Großteil der Inschriften war nicht mehr lesbar. Die vorhandenen Grabzeichen wurden in den Jahren 2012 bis 2016 blockweise ausgetauscht.



Neben dem Friedhof hat der Volksbund 1994 eine Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte geschaffen; sie trägt den Namen des elsässischen Friedensnobelpreisträgers Albert-Schweitzer. Sie wurde im Jahr 2000 vergrößert, um deutsche und französische Schulklassen gleichzeitig zu empfangen und gemeinsame Projekte mit beiden Nationen durchzuführen. Insbesondere Jugendliche, aber auch Erwachsene werden in friedenspädagogischen Seminaren betreut und informiert. Die Begegnungsstätte ist zugleich Ort von Tagungen und der historisch-politischen Bildung.

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