Niederbronn-les-Bains

Wegbeschreibung

Der Soldatenfriedhof Niederbronn liegt unmittelbar an der Peripherie östlich des gleichnamigen Badeorts auf einem Hügel. Der Weg ist durch Schilder gekennzeichnet. Niederbronn selbst liegt 20 km nordwestlich Haguenau (50 km nördlich von Straßburg); am günstigsten zu erreichen von Karlsruhe aus.

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Wegbeschreibung Routenplanung

48°56'52.26"N; 7°39'31.27"E

48°56'52.26"N; 7°39'31.27"E

Gesamtbelegung: 15458 Tote

Frankreich

Ganzjährig geöffnet

Am Ende des Zweiten Weltkriegs erreichten die Kämpfe auch die Vogesen. Die deutsche Kriegsgräberstätte in Niederbronn-les-Bains entstand schon im Winter 1944/45.

Friedhofbeschreibung

Eingebettet in die malerische Hügellandschaft der Vogesen liegt der Kur- und Thermalbadeort Niederbronn-les-Bains. Die kleine Stadt mit etwas mehr als 4.000 Einwohnern gehört zum Département Bas-Rhin in der Region Grand Est, dem früheren Elsass. Die deutsche Kriegsgräberstätte befindet sich am Ostrand des Ortes auf der rund fünf Hektar großen Hochfläche Eyler-Hügel. Im Besucherraum des Eingangsgebäudes liegen Namenbücher mit den Angaben zu den in Niederbronn-les-Bains bestatteten Toten. Das Gräberfeld ist in 46 Blöcke unterteilt. Die Grabkreuze der Einzelgräber tragen auf beiden Seiten die Namen von je zwei Toten. Liegende Namentafeln markieren die Lage eines Gruppengrabs mit mehr als zwei Toten. In der Mitte der Kriegsgräberstätte steht ein Hochkreuz. Auf sieben in gleichem Abstand zueinander aufgestellten Steinblöcken sind die Namen der Gemeinden zu lesen, aus deren Bereich Gefallene nach Niederbronn-les-Bains überführt wurden. Am Ende des Hauptwegs befindet sich das „Ehrenmal“: ein Rundbau aus rotem Vogesen-Sandstein. In dessen Mitte liegt das Kameradengrab. Zur Erinnerung an in Frankreich ruhende ungarische Soldaten wurde in der Halle eine Stele errichtet.

Belegung

Auf der Kriegsgräberstätte ruhen 15.458 Tote des Zweiten Weltkriegs. Mehr als 400 von ihnen wurden noch nach der Einweihung der Anlage am 1. Oktober 1966 beigesetzt. Unter den bestatteten Soldaten befinden sich SS-Angehörige und einige verurteilte Kriegsverbrecher. Auch Zivilisten sowie Unterstützer der der deutschen Streitkräfte aus 13 Nationen wurden in Niederbronn-les-Bains beerdigt.

Historie

Bereits seit 1944/45 bestatteten sowohl Amerikaner als auch Deutsche ihre Toten bei Niederbronn-les-Bains. So entstand ein deutsch-amerikanischer Friedhof, der bis Ende der 1950er-Jahre bestehen blieb. In den Départements Bas-Rhin und Moselle lagen damals sie Gräber vieler Tausend deutscher Gefallene auf 774 Gemeinden verteilt, verstreut über Felder und Wiesen, Wegränder und Wälder. In den 1960er-Jahren gab es den Beschluss, die amerikanischen Gefallenen auf die Kriegsgräberstätte Saint-Avold in Lothringen zu überführen und die deutschen von dort nach Niederbronn-les-Bains umzubetten.

Besonderheit

Direkt neben der Kriegsgräberstätte liegt die Internationale Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte (IJBS) Albert Schweitzer. Die Einrichtung, in der man auch übernachten und tagen kann, bietet verschiedene Bildungsangebote zu geschichtlichen, gesellschaftlichen und politischen Themen. Das 1994 eröffnete Haus ist – neben Ysselsteyn (Niederlande), Lommel (Belgien) und Golm (Deutschland) – eine von vier Einrichtungen, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberstätten betreibt.

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