Neufchateau

Auf dieser Kriegsgräberstätte ruhen 999 Kriegstote des Ersten und Zweiten Weltkrieges.

I. Weltkrieg: 952
II. Weltkrieg: 47

121 Deutsche
878 Franzosen

Département Vosges


Der deutsch-französische Soldatenfriedhof Neufchâteau wurde während des Krieges vom französischen Sanitätsdienst angelegt. Die deutschen Kriegstoten sind als Kriegsgefangene in französischen Lazaretten an ihren Verwundungen oder an Erkrankungen gestorben. Bei den französischen Toten handelt es sich um Soldaten, die ebenfalls ihren Verwundungen erlegen sind. Nach dem Krieg betteten die französischen Militärbehörden weitere Tote, die in umliegenden Lazarettorten zunächst beigesetzt worden waren, nach Neufchâteau um, darunter eine Anzahl aus dem Kurort Contrexeville. Die meisten der hier Ruhenden gerieten bei den schweren Abwehrkämpfen im Großraum Verdun von September bis November 1918 in französischer Hand. Sie gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in Bayern, Baden, Württemberg, Sachsen, Thüringen, Brandenburg, Ost- und Westpreußen, Niedersachsen, Westfalen und im Rheinland lagen.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den KriegenErste Arbeiten auf dem deutschen Gräberfeld führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. aufgrund einer Vereinbarung mit den französischen Militärbehörden über die Behandlung gemeinsamer Friedhöfe vom Jahre 1928 aus. Das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber blieb allerdings infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige GestaltungNach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. 1973 begann der Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Naturstein mit eingravierten Namen und Daten der hier Ruhenden. Neben landschaftsbaulichen Arbeiten (Pflanzen von Bäumen und Sträuchern, Begrünen der Gräberfläche) erfolgte außerdem der Bau eines neuen Eingangs zum deutschen Gräberfeld.


Pflege: Der Friedhof wird ständig vom Pflegedienst des Volksbundes betreut.