Mont-de-Huisnes

Frankreich
Gesamtbelegung: 11956
48°36'56.51"N; 1°27'11.22"W

Wegbeschreibung

Diese Kriegsgräberstätte liegt im Südzipfel des Departements Manche, hart an der Grenze zur Bretagne. Dort, wo die Küste in Höhe von Avranches von Norden nach Westen abbiegt und die Bucht von Mont St. Michel bildet, befindet sich der Ort Huisnes, etwa 1 km südlich von der Straße, die fast unmittelbar an der Küste entlang von Avranches nach Mont St. Michel führt. Einige hundert Meter östlich des Ortes Huisnes liegt der deutsche Soldatenfriedhof auf einem Hügel, von wo aus der Blick über Küste und Meer bis nach Mont St. Michel reicht (Luftlinie 4 km, Straße vom Friedhof bis Mont St. Michel ca. 8 km). Die genaue Adresse des Friedhofs lautet: Cimitiere Militaire Allemand, 1 rue Mont de Huisnes, 50170 Huisnes sur mer

Einen Kilometer nördlich von Huisnes-sur-Mère liegt auf einem 30 Meter hohen Hügel die deutsche Kriegsgräberstätte Mont-de-Huisnes, die 11 956 Gefallene des Zweiten Weltkrieges birgt. Sie liegt im Blickfeld des Mont St. Michel, einem der großartigsten Baudenkmäler Frankreichs. Nicht weit von hier, bei Avranches, gelang während der Kämpfe an der Invasionsfront am 30. Juli 1944 den Amerikanern der entscheidende Durchbruch durch die deutsche Abwehrfront. Mont-de Huisnes ist der einzige deutsche Gruftbau in Frankreich. Hier sind die Toten bestattet, die der Umbettungsdienst des Volksbundes 1961 aus den Départements Morbihan, llleet-Vilaine, Mayenne, Sarthe, Loir-et-Cher, Indre-et-Loire, Vienne und Indre sowie von den Kanalinseln Guernsey, Jersey, Aldernay und Sark, mit Aus nahme der Toten des Friedhofes Fort-George in St. Peter-Port auf der Insel Guernsey, umgebettet hat. Die Gruftanlage ist ein kreisrunder, zweigeschossiger Bau von etwa 47 Meter Durchmesser. An seiner Innenfront sind im Erd- und Obergeschoss je ein offener Umgang angeordnet, hinter dem sich in jedem Stockwerk 34 Gruft räume befinden. In jeder dieser Grüfte ruhen 180 Tote. Die Namen der Toten sind jeweils auf einer Bronzetafel angebracht. In der Mitte des mit Rasen bedeckten Innenhofes ragt ein Hochkreuz empor. Die Gedenkstätte wurde am 14. September 1963 eingeweiht.

HINWEIS: Im Frühjahr 2012 wurde eine behindertengerechte Rampe zwischen Eingangs- und Gruftgebäude (ca. 16 m lang und 1,50 breit ) sowie ein behindertengerechter Zugang vom Eingangsgebäude zu der Toilettenanlage eingerichtet. Ebenso wurde eine behindertengerechte Toilette installiert.