Mitau

Deutscher Soldatenfriedhof 1914/18 und 1939/45


Der Friedhof wurde bereits während des Ersten Weltkrieges angelegt. In den Jahren zwischen den Kriegen erhielten alle Gräber Einzelkreuze. Hecken- und Lindenanpflanzungen schufen ein landschaftlich geprägtes Aussehen. In den Jahren 1941 bis 1942 wurden weitere Tote zugebettet.

In 1998 begann der Volksbund mit der Instandsetzung des nach dem Zweiten Weltkrieg stark zerstörten Friedhofes. Soldaten der Bundeswehr und örtliche Kräfte säuberten zunächst das Territorium und setzten die Entwässerungsgräben intakt. Von den ursprünglichen Grabzeichen aus dem Ersten Weltkrieg blieben 145 erhalten. Sie stehen für die Toten der baltischen Landeswehr.

Der Friedhof hat durch die Instandsetzung sein würdiges Aussehen zurückerhalten. Die Gräberfelder mit den Toten des Krieges 1914/18 wurden mit Symbolkreuzen gekennzeichnet. In Nähe des ursprünglichen Gedenkplatzes wurde der neue zentrale Platz angelegt. In seiner Mitte steht das 3,50m hohe Hochkreuz aus Metall. Zwei stehende Inschriftentafeln aus Granit nennen die Namen der im Zweiten Weltkrieg in Jelgava gefallenen deutschen Soldaten. Ein weiteres Denkmal befindet sich unweit des neuen Gedenkplatzes. Es ist ein Findling der bereits 1932 zur Erinnerung an die 70 Toten des Gardereserve-Schützenbataillons aufgestellt wurde

Der Friedhof besitzt keine geschlossene Einfassung. Die Baumpflanzungen - so wie ursprünglich vorhanden – kennzeichnen die Grenzen der Anlage. Der ältere Baumbestand konnte weitestgehend erhalten werden, er bildet heute über den Gräbern einen wirkungsvollen Baumschirm.

Gegenüber dem deutschen Soldatenfriedhof befindet sich ein Denkmal (Obelisk) für lettische Gefallene, die in den Jahren 1919/20 um die Unabhängigkeit Lettlands kämpften. Unweit der Friedhofskapelle liegen die Gräber russischer Soldaten. Sie fielen beim Kampf um Jelgava im Jahre 1944. Auf Schrifttafeln wurden die Namen dieser Toten verewigt.