Menen

Belgien
Gesamtbelegung: 47911
50°48'33.19"N; 3° 9'6.97"E

Wegbeschreibung

3 km nordöstlich vom Stadtzentrum abzweigend von der Straße Menen-Kortrijk. Groenestraat 363, 3930 Menen/Belgien

Unweit der belgisch-französischen Grenze liegt am nordöstlichen Stadtrand der größte deutsche Soldatenfriedhof im Westen. Hier ruhen 47.911 Gefallene des Ersten Weltkrieges.

Man betritt den Friedhof von der Straße her durch einen kleinen Eingangsbau, in dem in einem Raum die Namenbücher einzusehen sind. Dann gelangt man über einen Plattenweg zu der achteckigen Gedenkkapelle inmitten des mit Rasen bewachsenen Gräberfeldes, das von einem hohen Baumbestand beschattet wird.

Das Innere der Kapelle besteht aus einem in der Mitte von der Säule getragenen Raum. Die Wände sind teilweise mit Mosaiken bedeckt, die Motive aus einer Bilderbibel wiedergeben.

Zwei kunstvoll gearbeitete Schreine enthalten Bücher mit den auf Pergament geschriebenen Namen der auf diesem Friedhof ruhenden Gefallenen.

Der Friedhof wurde 1917 von der deutschen Truppe nach den Kämpfen im Wald von Menen angelegt. Die Kämpfe in Flandern zogen sich vier Jahre hin und erreichten 1917 ihren Höhepunkt. Häufig konnten die Gefallenen nicht geborgen werden, oft wurden Gräberfelder wieder von Granaten getroffen und zerstört. Nach Kriegsende waren hier 6.340 Gefallene bestattet.

In den Jahren 1955 bis 1959 löste der Volksbund 49 Gräberanlagen im Südteil der Provinz Flandern auf, brachte die Gefallenen nach Menen und legte den Eingangsbau und Ehrenraum an. Die Namen stehen auf Platten aus belgischem Granit.


Pate dieses Friedhofes ist der Volksbund Landesverband Nordrhein-Westfalen.