Lüneburg, Nord-West-Friedhof

Deutschland
Gesamtbelegung: 85
53°15'58.06''N;10°22'39.72''E
Auf diesem Friedhof in der Nähe des ehem. "Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg" steht in der Nahe des zweiten Eingangs seit 1985 ein Findling, der an die über 200 Erwachsenen und Kinder erinnert, die im Rahmen des Euthanasieprogramms ab 1941 wegen ihrer geistigen Behinderung zu Tode gebracht wurden. Niemand kennt die genaue Anzahl der hier Bestatteten, die Kindergräber sind sind inzwischen eingeebnet und zum Teil überbettet worden.

Ein weiteres Gräberfeld mit Namenstafeln für 84 Erwachsenengräber ist geblieben. Es ist allerdings nicht mehr feststellbar, ob dort Euthanasieopfer, Kriegsgefangene, Fremdarbeiter oder KZ-Häftlinge aus Bergen-Belsen liegen, die nach ihrer Befreiung trotz aller Pflege an Entkräftung, Seuchen oder Falschernährung starben.

Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge - Kreisverband Lüneburg (Hrsg), Kriegsgräber, Gedenkstätten und Mahnmale im Landkreis Lüneburg, Husum 1999
Fotos: Volker Fleig 2012