Loupeigne

Frankreich
Gesamtbelegung: 478
Auf dieser Kriegsgräberstätte ruhen 478 deutsche Kriegstote des I. Weltkrieges.

Département Aisne


Der Soldatenfriedhof Loupeigne wurde im Jahre 1919 von den französischen Militärbehörden angelegt. Auf ihm fanden Gefallene und ihren Verletzungen erlegene Soldaten aus 19 Gemeindebereichen in engerem Umkreis ihre letzte Ruhestätte. Besonders viele Opfer des Jahres 1914 verloren ihr Leben bei den Kämpfen während des Vormarsches der deutschen Truppen bis zur Marne.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen

Erste Instandsetzungsarbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. aufgrund einer 1926 getroffenen Vereinbarung mit den zuständigen französischen Militärbehörden aus Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges zunächst noch ungelöst bleiben. Die französischen Behörden errichteten einen Gedenkraum zwischen beiden Gräberfeldern.

Endgültige Gestaltung

Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Für Loupeigne geschah dieses in Absprache und im Zusammenwirken mit dem damaligen Ministére des Anciens Combattants et Victimes de Guerre. Im Jahre 1972 erfolgte der Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Naturstein mit eingravierten Namen und Daten der hier Ruhenden.

Alle deutschen Kriegstoten haben Einzelgräber. Ein Opfer blieb ohne Namen.

Das Grab eines Gefallenen jüdischen Glaubens erhielt aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Stele aus Naturstein.
Die hebräischen Schriftzeichen besagen

1. (oben) "Hier ruht begraben ... ."

2. (unten) "Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden."

Auf dem französischen Teil ruhen 539 Gefallene in Einzelgräbern und 118 Opfer in einem Gemeinschaftsgrab.

Pflege:

Der Friedhof wird ständig durch den Pflegedienst des Volksbundes betreut.