Loupeigne

Frankreich
Gesamtbelegung: 478
Département Aisne
657 französische Kriegstote
478 deutsche Kriegstote
Erster Weltkrieg



Der deutsche Soldatenfriedhof Loupeigne wurde im Jahre 1919 von den französischen Militärbehörden angelegt. Auf ihm fanden Gefallene und ihren Verletzungen erlegende Soldaten aus 19 Gemeindebereichen im engeren Umkreis ihre letzte Ruhestätte. Viele Opfer des Jahres 1914 verloren ihr Leben bei den Kämpfen während des Vormarsches bis zur Marne und während des Rückzuges auf das Aisnetal und dem Chemin-des-Dames im August und September. Von 1915 bis 1917 wurden drei verstorbene Kriegsgefangene so­wie ein abgestürzter Flieger beigesetzt. Viele der hier Beigesetzten fanden den Tod während des Angriffs im Mai 1918 beim Chemin-des-Dames und der Kämpfe von August bis Oktober 1918. Die Gefallenen gehörten im Wesentlichen der 1., 2. und 5. Garde-Division sowie Truppenteilen an, deren Heimatstandorte in Ostpreußen, Sachsen, Thüringen, Westfalen, Lothringen und am Niederrhein lagen. Sie ruhen in einem Gräberfeld neben französischen Gefallenen. Auf dem französischen Teil ruhen 539 Gefallene in Einzelgräbern und 118 Tote in einem Gemeinschaftsgrab.



Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auf Grund einer 1926 mit den zuständigen französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des Zweiten Weltkrieges ungelöst. Die französischen Behörden errichteten einen Gedenkraum zwischen beiden Gräberfeldern.


Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Für Loupeigne geschah dieses in Absprache und im Zusammenwirken mit dem damaligen Ministére des Anciens Combattants et Victimes de Guerre. Im Jahre 1972 erfolgte der Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Naturstein mit eingravierten Namen und Daten der hier Ruhenden.

Alle Kriegstoten haben Einzelgräber. Ein Toter blieb ohne Namen.

Das Grab des Gefallenen jüdischen Glaubens erhielt aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:

1. (oben) Hier ruht begraben ...
2. (unten) Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden.



Pflege
Der Friedhof wird ständig durch den Pflegedienst des Volksbundes betreut. Auskünfte über die Lage von Gräbern, die frühere Zugehörigkeit der Gefallenen zu bestimmten Truppenteilen etc. erteilt der

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Bundesgeschäftsstelle
Abteilung Gräberdienst
Sonnenallee 1
D-34266 Niestetal
Telefon: 0561-7009-0
gn(at)volksbund.de
www.volksbund.de

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