Laon-"Bousson"

Frankreich
Gesamtbelegung: 2679
49°33'6.8″N; 3°36'59.9″E

Wegbeschreibung

Der Friedhof befindet sich im Süden der Stadt Laon an der Ruelle Morlot.

Auf dieser Kriegsgräberstätte ruhen 2.679 Kriegstote des I. Weltkrieges.

Département Aisne
Der deutsche Soldatenfriedhof wurde im Jahre 1917 angelegt. Er sollte vor allem die Soldaten aufnehmen, die in den Schlachten um den Chemin-des-Dames im April und Oktober 1917 schwere Verwundungen erlitten und daran in den zahlreichen Lazaretten in und um Laon herum starben. Im Mai 1918 war der Chemin-des-Dames erneut Ziel eines - diesmal deutschen - Großangriffs, in dessen Verlauf deutsche Truppen bis an die Marne und stellenweise über diese hinaus vordrangen. Von August bis Oktober verursachten die Abwehrkämpfe gegen den alliierten Ansturm wiederum hohe Verluste - dementsprechend hoch war die Zahl der Beisetzungen in diesem Zeitraum. Nach dem Krieg erweiterten die französischen Militärbehörden den Friedhof durch Zubettungen aus mehreren Gemeindebereichen im unmittelbaren Umkreis um Laon.


Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Jahre 1929 auf Grund einer 1926 mit den zuständigen französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Es erfolgten Baum- und Heckenpflanzungen sowie die Begrünung der Gräberfläche. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Außer einer grundlegenden landschaftsgärtnerischen Überarbeitung und der Gestaltung des Einganges mit geschmiedetem Tor, erfolgte 1973 der Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Metall mit eingegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden.
Die 35 Kilogramm schweren Kreuzfundamente versetzten freiwillige Helfer eines Jugendlagers des Volksbundes. Den Transport der Betonfundamente übernahm die deutsche Bundeswehr und leistete damit, ebenso wie die Jugendlichen, eine bedeutende Unterstützung der Arbeit des Volksbundes.

Die Gräber der zehn Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:
1. (oben) "Hier ruht begraben ... ."
2. (unten) "Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden".