Lagarde

Frankreich
Gesamtbelegung: 379
48°41'30.48"N; 6°42'39.6"E
Auf dieser Kriegsgräberstätte ruhen 379 deutsche Kriegstote des I. Weltkrieges.

Département Moselle


553 französische Kriegstote auf einem eigenen Friedhof am westlichen Ortsausgang.

Die beiden Kriegsgräberstätten in Lagarde wurden von der deutschen Truppe nach ersten heftigen Kämpfen um den Ort am 11. und 12. August 1914 angelegt. Kurz nach Kriegsbeginn versuchten Vorausabteilungen beider Armeen, entlang der Grenze zwischen dem damaligen Deutschen Reich und Frankreich vorteilhafte Stellungen zu erkunden und in Besitz zu nehmen. Ein Vorstoß deutscher Truppen verschob die Stellungen Ende September 1914 nach Westen und Südwesten, so dass Lagarde nicht mehr im unmittelbaren Frontbereich lag. Nach mehreren vergeblichen Angriffen der Franzosen im Laufe des Jahres 1915 gehörte dieser Teil der Front bis Kriegsende zu den sogenannten ruhigen Abschnitten. Die Mehrzahl der Opfer ist am 11. und 12. August 1914, ein kleinerer Teil bei den Kämpfen im September und während des Stellungskrieges von 1915 - 1918 gefallen. Die hier Ruhenden gehörten überwiegend Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen vor allem in Bayern lagen, die übrigen waren in Lothringen und der Mark Brandenburg stationiert.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auf Grund einer 1926 mit den zuständigen französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Bis 1931 erfolgte die Erneuerung des Eingangsbereiches. Die Gemeinschaftsgräber erhielten eine Einfassung in Naturstein, eine Hecke bildete die Abgrenzung des Gräberfeldes. Ferner wurden Bäume und Sträucher gepflanzt. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges zunächst ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe in Frankreich aus der Zeit des Ersten Weltkrieges beginnen. Bereits vorher hatten jugendliche Helfer des Volksbundes gärtnerische Vorarbeiten geleistet. Im Jahre 1973 konnten die bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Naturstein mit eingravierten Namen und Daten der hier Ruhenden ausgetauscht werden. Anschließend folgte eine grundlegende landschaftsbauliche Überarbeitung.