Klaipeda

Litauen
Gesamtbelegung: 1855
55°43'52.09"N; 21°07'23.10"E

Wegbeschreibung

Der Friedhof liegt im Norden Klaipedas, am Südende einer großen Parkanlage (ehem. Hindenburghain).Von Vilnius/Kaunas fährt man den Baltijos prospektas, dann den Taikos prosp. weiter über die Tiltu gatve in die Manto gatve, die zum Friedhof führt.

Diese Kriegsgräberstätte für Gefallene des Zweiten Weltkrieges hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. im Auftrag der deutschen Regierung als Sammelfriedhof ausgebaut. Seine Mitglieder und Spender finanzieren die Pflege und Erhaltung dieser Anlage mit ihren Beiträgen und Spenden. Junge Menschen aus Europa helfen in internationalen Jugendcamps bei der Pflege und bauen Brücken der Verständigung.


Bereits während des Ersten Weltkrieges forderten die Kämpfe im Memelgebiet zahlreiche Opfer. Etwa 100 Soldaten erhielten 1915 auf dieser Anlage ihre letzte Ruhestätte. In den 30-er Jahren spendeten Memeler Bürger das Geld für eine Neugestaltung.

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der Friedhof erweitert. Bis 1945 kamen etwa 1 300 Gefallene hinzu. Die meisten Soldaten starben bei den Rückzugskämpfen im Herbst 1944.

1995 begann der Volksbund das Friedhofsgelände als Sammelfriedhof für deutsche Gefallene aus den Bezirken Klaipeda (Memel), Telsiai (Telschen), Siauliai (Schaulen), Taurage (Tauroggen) und Raseiniai (Raseinen) neu zu gestalten. Nach Ende der Umbettungen werden hier etwa 5 000 Tote ihre letzte Ruhestätte haben.

Am 28. August 1998 wurde dieser Friedhof der Öffentlichkeit übergeben.

Die Toten dieses Friedhofes mahnen zum Frieden.