Kitchener

1970 wurden alle gefallenen deutschen Soldaten, deren Gräber in ganz Kanada verstreut lagen, zum Stadtfriedhof Kitchener umgebettet, so auch die aus der Provinz New Brunswick.


Die Zusammenbettung auf das deutsche Gräberfeld des Friedhofes Kitchener wurde federführend durch den Volksbund, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft in Ottawa und dem Auswärtigen Amt in Bonn durchgeführt. Leiter dieser Aktion war Herr Helmut Schmitz aus Ontario/Kanada. Herr Schmitz wurde 1970, nach Abschluß der Arbeiten, für seinen persönlichen Einsatz und seiner Opferbereitschaft mit der Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

Die Kosten für die Zusammenbettungen wurden von dem Auswärtigen Amt in Bonn getragen. Die Anlage wurde am 23. Mai 1971 eingeweiht.

Über die Herkunft der sechs Grabkreuze auf dem Friedhof in New Brunswick liegen uns leider keine Informationen vor, d. h. diese Kreuze sind nicht vom Volksbund errichtet worden. Da die 187 deutschen Soldaten, 40 Kriegstote des I. Weltkrieges und 147 Kriegstote des Zweiten Weltkrieges, alle in der Kriegsgefangenenschaft in Kanada starben, ist davon auszugehen, dass die Kreuze von der Lagerverwaltung oder der zuständigen Gemeinde aufgestellt worden sind.

Bekannt sind uns 2 Holz-Ornamentkreuze, die seinerzeit von deutschen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg zum Andenken an Major Bach und Soldat Erich Herz geschnitzt wurden.