In Jihlava (deutsch: Iglau), der ältesten böhmischen Bergbaustadt, gehört die deutsche Kriegsgräberstätte zum städtischen Friedhof. Auf ihr sind Tote des Zweiten Weltkrieges bestattet.
Friedhofsbeschreibung
Die deutschen Gräber sind 250 Meter vom Haupteingang entfernt an der Nordseite des Friedhofes zu finden. Eine Steinplatte am Eingang weist die Anlage als Friedhof in Obhut des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. aus. Auf den mit Rasen bewachsenen Gräberflächen stehen Grabkreuze aus Granit mit den Namen und Daten der Verstorbenen. Auf dem Gedenkplatz steht ein Hochkreuz aus Holz mit zweisprachiger Tafel. Hinter ihm liegt eine Bronzeplatte auf einem Granitpodest mit den Namen der Toten, die nicht geborgen werden können.
Belegung
Auf der Kriegsgräberstätte Jihlava wurden ab 1940 mehr als 250 deutsche Tote des Zweiten Weltkrieges bestattet. Ihre Gräber, auf die ein Naturstein mit tschechischer Inschrift hinwies, blieben nach dem Krieg erhalten, wurden von der Stadt gepflegt und später durch symbolisch aufgestellte weiße Holzkreuze hervorgehoben.
Historie
1996/97 gestaltete der Volksbund die Anlage neu. Ein Gedenkplatz mit Hochkreuz trat an die Stelle des Gedenksteins. Die weißen Symbolkreuze aus Holz wichen beschrifteten Grabkreuzen aus Granit. Die neugestaltete Kriegsgräberstätte wurde der Öffentlichkeit am 20. September 1997 übergeben.
Besonderheit
Zwei Durchlässe in der Hecke im rückwärtigen Teil ermöglichen den Zugang zu einem tiefer gelegenen Areal, auf dem sowjetische Soldaten des Zweiten Weltkrieges bestattet sind. Direkt daneben befinden sich Kriegsgräber der Österreich-Ungarischen Armee aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Sie sind in mehreren Kreisen um einen Gedenkstein herum angelegt.
In ihrer Nähe existiert auch eine Gedenkstätte für "die deutschen Bürger des Igellandes, die in den Jahren 1945 bis 1947 den Tod fanden" (Parzelle VIII). Sie starben in Internierungslagern. Der Volksbund gestaltete auch diesen Ort, in dessen Mitte ein Hochkreuz aus Granit steht. Zwei Symbolkreuzgruppen weisen auf die Toten hin, deren Namen auf Bronzetafeln am Weg festgehalten sind.