Iasi

Rumänien
Gesamtbelegung: 8634
47°9'56.34''N; 27°36'38.45''E

Wegbeschreibung

Von Vaslui (Straße Nr. 24) kommend Richtung Centrum fahren, am Kulturpalast (Str. Anastasie Panu) rechts abbiegen, am Ende links (Str. Elena Doamna) bis zur Kreuzung (Straßenbahnen) fahren, dort rechts (Str. Cusu) hangabwärts und nach der nächsten Kreuzung halbrechts in die Str. Eternitatea einfahren. Nach ca. 1,5 km liegt auf der linken Seite im Stadtteil Tatarasi-Nord der Eingang zum Friedhof. Auf dem Hauptweg nach ca. 30 m den 1. Weg rechts abbiegen, gelangt man nach ca. 200 m an der Steinmetzwerkstatt vorbei, zum II. WK-Soldatenfriedhof; erkennbar an der Friedhofsmauer, der Heckeneinfassung und den beiden Hochkreuzen. Im nördlichen Teil der Friedhofes befindet sich der I. WK-Friedhof, ein Gemeinschaftsgrabfeld mit rumänischen und sowjetischen II.-WK-Gefallenen sowie ein Osuar mit französischen Toten aus dem I. WK. Str. Eternitatea Nr. 121

Die deutschen Verluste im Ersten Weltkrieg werden auf 53.000 Kriegstote geschätzt. Für fast 50.000 Tote, darunter über 34.000 namentlich bekannte, gibt es Einträge in rumänischen Gräberlisten, die 164 Gemeinden als Friedhofs- bzw. Grablageorte nennen.

Der "Cimitirul Eternitatea" (Ewigkeitsfriedhof) ist der größte Friedhof der Stadt Iasi. In fünf Parzellen wurden dort im Zweiten Weltkrieg 3.850 deutsche Soldaten in Einzelgräbern bestattet. Die Gräber wurden nach dem Krieg eingeebnet. Die Gräberfelder befanden sich bald in einem verwahrlosten Zustand. Die Parzellen C und E (770 Tote) wurden seit Ende der 80er Jahre vollständig mit rumänischen Zivilgräbern überbettet. Die Rekonstruktion der damals oberirdisch sichtbaren Einzelgräber war nicht mehr möglich.

Der Volksbund führte 1993/94 Verhandlungen über eine Sicherung und Herrichtung der vorhandenen Gräberfelder. Die Stadtverwaltung genehmigte die Neugestaltung der Parzellen F und G (heute Block 1 und 2) in denen 2.200 namentlich bekannte deutsche Soldaten ruhen. Im ersten Bauabschnitt wurden unter anderem die Namen dieser Toten in alphabetischer Reihenfolge nach Blöcken getrennt auf Metalltafeln gebracht und diese an den Rändern der Parzellen befestigt.

1996 wurden aus den außerhalb dieser Flächen gelegenen ehemaligen Parzellen D u. F insgesamt 840 Tote geborgen und in den neu gestalteten Anschlussblock 3 umgebettet. Bis jetzt wurden über 4.000 Tote aus diversen Gemeinden zugebettet. Die Personalien der in Block 3 zugebetteten Toten wurden auf Metalltafeln am Rande des Blocks verzeichnet. Die Namen der überbetteten Toten der Blöcke D und F sind auf Gedenktafeln am Hochkreuz zu finden.

Nachdem die Stadt Iasi dem Volksbund eine Erweiterungsfläche im Anschluss an den vorhandenen Friedhof bereitgestellt hat, wurden die Flächen am Rande des Friedhofes (Parzellen F und G) im Jahr 2000 noch einmal auf vermutete Gräber sondiert. Die hierbei gefundenen Toten wurden exhumiert und erhielten im Block 1 (Ü1) ein neues Grab.


Auf dem Friedhof Iasi wurden in 2019 insgesamt 2.600 Namen auf 26 Namentafeln aus Aluminium gekennzeichnet.


Die Einweihung fand am 21. September 1996 statt.

Öffnungszeiten:
01.04. - 30.09. von 07.00 Uhr bis 20.00 Uhr
01.10. - 31.03. von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr
(übrige Zeit Torwache)