Herne-Südfriedhof Wiescherstrasse

Deutschland
Gesamtbelegung: 936
Laut den uns vorliegenden Informationen ruhen auf dieser KriegsgräberstätteKriegstote gesamt: 845Davon aus ... - Sonstige: 374



Kriegsgräberstätten in Herne

Auf insgesamt 18 Kriegsgräberstätten in Herne haben 2.947 Tote der beiden Weltkriege ihre letzte Ruhestätte gefunden. Die größten Anlagen befinden sich auf dem Südfriedhof, dem Waldfriedhof Wanne-Eickel und dem Ehrenfriedhof im Volksgarten Eickel.In den Gräbern ruhen Soldaten, Kriegsgefangene, Bombenopfer: Männer, Frauen und Kinder. Viele von ihnen waren Zwangsarbeiter im Dritten Reich. Aus ihrer Heimat verschleppt, mussten mehr als 30.000 Menschen aus 15 Nationen in Herne und Wanne-Eickel unter unmenschlichen Bedingungen auf Zechen oder in Betrieben arbeiten. Das größte Lager - am ehemaligen Luftschacht 7 der Hibernia AG gelegen - zählte rund 2.000 Arbeitskräfte, darunter etwa 1.600 russische Männer und Frauen, aber auch Italiener, Holländer, Belgier und Polen. Die ersten Bomben des Zweiten Weltkrieges fielen in Herne und Wanne-Eickel bereits im Juni 1940. Ihre schwersten Luftangriffe erlebten beide Städte in der zweiten Jahreshälfte 1944 und Anfang 1945. Wanne-Eickel zählte 1074 Bombentote in der Zivilbevölkerung. Auf dem Südfriedhof in Herne gibt es drei Ehrenanlagen mit insgesamt 845 Kriegsgräbern:
  • Ehrenfriedhof für gefallene deutsche Soldaten beider Weltkriege, 234 Gräber.


  • Ehrenfriedhof für zivile Opfer des Luftkrieges, 237 Gräber. Auf dieser Anlage befinden sich auch die Gräber der 130 Bürger, die bei dem schweren Bombenangriff am 6. November 1944 den Tod fanden. Seit 1968 erinnert eine Plastik des Dortmunder Bildhauers Herbert Volwahsen an alle Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.


  • Ehrenfriedhof für Kriegstote fremder Staaten, 374 Gräber.


  • Das im Jahre 1989 an diesem Ort errichtete Mahnmal trägt die Inschrift:

    "Als Opfer des nationalsozialistischen Krieges ruhen hier mindestens 477 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter - Männer und Frauen - vor allem aus der Sowjetunion und Polen.”
Die meisten der hier Bestatteten sind namentlich bekannt, wie die beiden Kinder Ludmilla Hubry (10 Monate) und Viktor Piroscheck (6 Monate). Im Herner Ausländerlager geboren, starben sie im Januar 1945 an mangelnder Versorgung.