Heidenau, Ev.- luth. Waldfriedhof

Deutschland
Gesamtbelegung: 81
53°19'27.29''N;9°38'32.29''E
Auf diesem Friedhof ruhen in 2 Gräberfeldern - nach den uns vorliegenden Informationen - insgesamt 81 Tote der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

- ehemalige Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen aus der ehem. Sowjetunion meist ukrainischer Nationalität, darunter viele Kinder, die im Zeitraum 1945 - 1949 im sog. "UNRRA Displaced Persons - Camp Heidenau" oder in Krankenhäusern der Umgebung ( Buchholz/Nordheide, Wintermoor, Hamburg) an Krankheit wie TBC verstorben sind, weil sie nicht in ihre Heimat zurückkehren wollten oder konnten. Viele der Überlebenden fanden eine neue Heimat in den USA, einige verblieben für immer in Heidenau.

Auf einer großen Rasenfläche vor der Kapelle sind sie begraben, Namensplatten erinnern an sie. Mindestens 35 Namen zeigen die hohe Kindersterblichkeit an.

In einem weiteren Gräberfeld in der rechten Ecke beim Nebeneingang am Parkplatz findet man auch Gräber mit zweisprachischer Inschrift, deren Todesdaten den Zeitraum 1950 - 1985 anzeigen, sowie einen Gedenkstein von 1986 mit der Inschrift: " Hier ruhen ukrainische Flüchtlinge, die in der Fremde, weit von ihrer Heimat ihr Leben gelassen haben. Allmächtiger Gott verwirkliche ihren Willen und mache ihr Vaterland frei."

Fotos: Volker Fleig 2013