Haubourdin

Frankreich
Gesamtbelegung: 1000
50°36'16''N; 2°59'37''E
Auf dieser Kriegsgräberstätte ruhen 1.003 Kriegstote des I. Weltkrieges.

1.000 Deutsche
3 ehem. sowjet Union

Département Nord


Erster Weltkrieg


Der deutsche Soldatenfriedhof Haubourdin wurde im Jahre 1915 von der deutschen Truppe angelegt. Anfänglich eingerichtet als Feldfriedhof, nahm er in der nachfolgenden Zeit vor allem Tote aus den Lazaretten und Verstorbene der Etappendienste auf. Etwa 250 der hier Ruhenden starben im Jahre 1915, etwa 400 erlitten den Tod bei den Kämpfen des Jahres 1916 bzw. starben an den hierbei erlittenen Verwundungen. Die Kämpfe im Frühjahr 1918 forderten weitere hohe Verluste. Die Toten gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in Posen, Schlesien, Brandenburg, Sachsen, Thüringen, Schleswig-Holstein, Ostfriesland, Westfalen, Bayern und Lothringen sowie im Rheinland lagen.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen

Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ab dem Jahre 1927 aufgrund einer 1926 mit den zuständigen französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. 1930 wurde das gesamte Areal gärtnerisch überarbeitet. 1933 errichtete die Bauleitung des Volksbundes einen Gedenkraum aus rotem Vogesensandstein. Im Inneren befindet sich die Darstellung eines Trauerzuges in Mosaikarbeit nach einem Entwurf von Prof. Fritz Erler, München. Auf Tafeln sind die Namen der hier Ruhenden festgehalten. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung

Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Außer einer grundlegenden landschaftsgärtnerischen Überarbeitung erfolgte der Ersatz der bisherigen provisorischen Grabkennzeichnung durch eine dauerhafte aus Naturstein.

Pflege:

Der Friedhof wird ständig durch den Pflegedienst des Volksbundes betreut.