Harville

Frankreich
Gesamtbelegung: 494
49°05'53.31''N; 5°43'38.50''E
Département Meuse, 494 deutsche Kriegstote, Erster Weltkrieg




Der deutsche Soldatenfriedhof Harville wurde im Herbst 1914 von der eigenen Truppe angelegt, nachdem am 19. September 1914 der Ort in deutsche Hand gefallen war. Kurz darauf etablierten sich hier Lazarette und Hauptverbandsplätze, um die schwerer Verwundeten schneller versorgen zu können. Die ihren Verwundungen Erlegenen wurden auf einem Gelände hinter der Kirche zur letzten Ruhe gebettet. Weitere Tote folgten, als der Stellungskrieg auf den Maashöhen immer verlustreicher wurde und schließlich im Februar 1916 der deutsche Angriff auf Verdun begann. Aber nur noch bis Mitte Mai konnten in Harville Gefallene beigesetzt werden. Zu diesem Zeitpunkt nahm schwere französische Artillerie den Ort unter gezieltes Feuer, so dass die Sanitätseinrichtungen Harville verlassen mußten. Auch der Friedhof trug Schaden davon. Die hier Ruhenden gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in Sachsen, Westpreußen, Bayern und Berlin (Garde) sowie im Rheinland lagen.



Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen


Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. aufgrund einer 1926 mit den französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. 1932 wurde der Eingang mit geschmiedeter Pforte zwischen Natursteinpfeilern neu gestaltet. Ferner erfolgte eine ergänzende Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern sowie die Begrünung der Gräberfläche. Auf monolithischen Stelen aus Naturstein waren die Namen der hier Ruhenden eingraviert worden.


Endgültige Gestaltung

Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Die bisherigen provisorischen Nummerntäfelchen wurden ersetzt durch auf Natursteinplatten montierte Metallgußtafeln mit eingegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden. Ferner fand eine grundlegende landschaftsbauliche Überholung des Geländes statt. Erneut erfolgte eine Ergänzung bzw. Erneuerung des Baumbestandes und der Hecken. Die gesamte Gräberfläche wurde neu begrünt.


Pflege:

Der Friedhof wird ständig durch den Pflegedienst des Volksbundes betreut.