Halbe

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52° 6'14.83"N; 13°41'32.09"E

52° 6'14.83"N; 13°41'32.09"E

Gesamtbelegung: 24000 Tote

Deutschland

Tel.: 033765 84606

kathrin.krabs@volksbund.de

Barrierefrei
Öffentliches WC
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Ganzjährig geöffnet

Auf dem Waldfriedhof Halbe sind vorwiegend Opfer der Kesselschlacht von Halbe bestattet. Mehr als 40.000 Menschen kamen bei den schweren Kämpfen Ende April 1945 ums Leben.

Friedhofbeschreibung

Die Gemeinde Halbe liegt im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald, etwa 60 Kilometer südlich von Berlin. Der Waldfriedhof Halbe befindet sich in einem sieben Hektar großen Waldgelände. Die Anlage besteht aus elf großen Grabfeldern und wurde von Walter Funcke und Karl Foerster entworfen.

Belegung

Auf dem Waldfriedhof ruhen rund 24.000 Opfer der Kesselschlacht von Halbe – deutsche Soldaten und Ziviltote. Auch Tote anderer Opfergruppen, darunter sowjetische Zwangsarbeiter und in der deutschen Hinrichtungsstätte Berlin-Tegel und im Internierungslager Ketschendorf ermordete Menschen, haben auf dem Waldfriedhof ihre letzte Ruhestätte erhalten.

Historie

Parallel zur Schlacht um Berlin wurden am 27. April 1945 kaum noch kampffähige Reste deutscher Truppen und nach Westen flüchtende Zivilisten in einem kleinen Waldgebiet zwischen Märkisch Buchholz und Halbe durch sowjetische Truppen eingeschlossen. Große Teile der deutschen Militäreinheiten konnten am 29. und 30. April in Richtung Westen aus dem Kessel ausbrechen. Bei den Kämpfen im Kessel verloren rund 40.000 Menschen ihr Leben, darunter sehr viele Zivilisten, die auf der Flucht aus den Ostgebieten mit ihren Flüchtlingstrecks in den Kessel geraten waren. Der warme Frühsommer begünstigte den Verwesungsprozess der Leichen. Um der Seuchengefahr zu begegnen, verfügte die örtliche sowjetische Besatzungsmacht, dass die Toten an Ort und Stelle, einzeln oder in Massengräbern, in Gärten oder Granattrichtern sofort begraben wurden. In den Wäldern und an den Wegrändern entstanden so zahlreiche provisorische Grabstätten. Sogar in den Gärten der Dorfbewohner wurden Einzelgräber angelegt.

Erst 1951 begann die Umbettung der im weiten Umkreis von Halbe verstreut liegenden Toten auf den Zentralfriedhof. Das Land Brandenburg führte diese Aktion gemeinsam mit der Kirche durch, die im Ort eine Einzelpfarrstelle einrichtete. Pfarrer Ernst Teichmann übernahm die Stelle und schloss mit Hilfe der Bevölkerung und gegen den Widerstand örtlicher Behörden die Registrierung der bis dahin bekannten Gräber ab.

Seit 2002 hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge die Pflege der größten und bedeutendsten Anlage in Brandenburg übernommen. Seitdem wurden nach und nach die verwitterten und teils nicht mehr lesbaren Grabzeichen ersetzt und ergänzt, die Belegungsflächen neu begrünt und Symbolkreuzgruppen aufgestellt. 2004 wurden im Block 9 insgesamt 49 Namenplatten mit den rund 4.600 Namen der bekannten Opfer des Lagers Ketschendorf aufgestellt. 2006 wurden die Wege erneuert.

Besonderheit

Seit dem 10. Mai 2012 bietet der Volksbund auf dem Waldfriedhof in Halbe einen elektronischen Friedhofsführer an. Ein Audio-Guide führt über die Gedenkstätte und liefert Informationen zu den Gräbern und der Kesselschlacht von Halbe.

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