Haguenau

Auf dieser Kriegsgräberstätte ruhen 260 Kriegstote des I. Weltkrieges.

188 Deutsche
72 Franzosen

Département Bas-Rhin


2 deutsche Kriegstote des Krieges 1870-1871


Der frühere deutsche Garnisonsfriedhof wurde im November 1896 als Teil des Stadtfriedhofes von der damaligen deutschen Militärverwaltung angelegt. Auf ihm fanden die in Friedenszeiten gestorbenen Soldaten und deren Angehörige der Garnison Haguenau ihre letzte Ruhestätte. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges wurden in der Stadt mehrere Lazarette zur Behandlung von Schwerverwundeten eingerichtet. Die ihren Verletzungen erlegenen Soldaten erhielten eine Grabstätte in einer neu geschaffenen Abteilung des Garnisonsfriedhofes. Hinzu kamen Tote der in Haguenau stationierten Etappendienste, die in Ausübung ihres Dienstes Unfällen zum Opfer fielen oder an Krankheiten starben. Die verstorbenen Schwerverwundeten gehörten Truppenteilen an, die an den ersten Grenzkämpfen im August 1914, der "Schlacht in Lothringen" sowie dem Stellungskrieg bis Kriegsende 1918 beteiligt waren und deren Heimatgarnisonen vorwiegend in Bayern, aber auch in Württemberg, Sachsen, Schlesien, Lothringen sowie im Rheinland und im Elsaß lagen.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste gärtnerische Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des deutschen Gräberfeldes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auf Grund einer Vereinbarung mit den französischen Militärbehörden über die Behandlung gemeinsamer Friedhöfe vom Jahre 1928 aus. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges zunächst ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe in Frankreich aus der Zeit des Ersten Weltkrieges beginnen. Bereits vorher hatten freiwillige jugendliche Helfer des Volksbundes mit gärtnerischen Vorarbeiten begonnen. Im Jahre 1971 erfolgte eine grundlegende landschaftsbauliche Überarbeitung des deutschen Teils mit Pflanzungen von Bäumen und Begrünung der gesamten Gräberfläche. Vorangegangen war der Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Naturstein mit eingravierten Namen und Daten der hier Ruhenden. Das alte Denkmal wurde sorgfältig restauriert. Alle 188 deutschen Kriegstoten haben Einzelgräber. Ein Toter blieb unbekannt. Ein Hochkreuz bildet den hinteren Abschluss des Gräberfeldes.

Pflege:
Der Friedhof wird ständig durch den Pflegedienst des Volksbundes betreut.

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