Flavigny-le-Petit

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49°52'34.4"N; 3°37'42.5"E

49°52'34.4"N; 3°37'42.5"E

Gesamtbelegung: 2336 Tote

Frankreich

Auf dieser Kriegsgräberstätte ruhen 2.337 Kriegstote des I. Weltkrieges. 2.336 Deutsche 1 Gefallener der k. u. k. Österr.-Ung. Armee Département Aisne Auf dem benachbarten französischen Soldatenfriedhof ruhen 2.632 Gefallene sowie 48 britische Tote. Der deutsche Soldatenfriedhof Flavigny-le-Petit wurde Ende August 1914 von der deutschen Truppe angelegt. Mehr als 200 der hier Ruhenden verloren ihr Leben bereits bei den Kämpfen Ende August, als der deutsche Durchbruch nach Süden erkämpft wurde. Viele Schwerverwundete aus den Schlachten und Gefechten der Jahre 1915 - Ende 1917 gelangten in die Lazarette in Flavigny und Umgebung und erlagen hier ihren Verletzungen. Die bei weitem größte Zahl an Toten, die hier beigesetzt worden ist, sind Opfer der deutschen Großangriffe am Chemin-des-Dames, bei Soissons und an der Somme von März bis zum Frühsommer 1918 sowie der alliierten Angriffe und deren Abwehr im Sommer und Herbst 1918. Die letzten Beisetzungen erfolgten Ende Oktober/Anfang November 1918. Die französischen Militärbehörden erweiterten nach Kriegsende den Friedhof durch Zubettung weiterer Toter aus den Gebieten von mehr als 35 Gemeinden. Die hier Ruhenden gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in allen Ländern und in den preußischen Provinzen lagen. Von der Truppe war ein Denkmal für die Gefallenen in Form einer kleinen Pyramide errichtet worden. Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen Erste Instandsetzungs- und Ausbauarbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. aufgrund einer 1926 getroffenen Vereinbarung mit den zuständigen französischen Militärbehörden ab 1930 durch. Dazu gehörten Baum- und Heckenpflanzungen sowie die Begrünung der Gräberflächen. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst. Endgültige Gestaltung Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Außer einer grundlegenden landschaftsgärtnerischen Überarbeitung der Anlage - dabei wurde auch die trennende Hecke zwischen deutschem und französischem Gräberfeld als Zeichen der vollzogenen Versöhnung entfernt - erfolgte 1972 der Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Naturstein mit eingravierten Namen und Daten der hier Ruhenden. Von den 2.336 Gefallenen ruhen 1.425 in Einzelgräbern. In einem Gemeinschaftsgrab sind 911 Opfer bestattet. Nur 16 von ihnen sind namentlich bekannt. Die fünf Gräber der Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten als Kennzeichnung aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen: 1. (oben) "Hier ruht begraben ... ." 2. (unten) "Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden."

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