Dormans

Frankreich
Gesamtbelegung: 1931
49°04'42.47''N; 3°38'50.66''E
Département Marne



1.931 deutsche Kriegstote Erster Weltkrieg

Auf dem französischen Gräberfeld ruhen 1.917 Gefallene, darunter 22 Engländer.
Oberhalb der Stadt im Schlosspark erinnert eine Kapelle "Chapelle-de-la-Reconnaisance" an die Marneschlachten 1914 und 1918. In ihr ruhen ca. 1.500 unbekannte Gefallene.

Der Soldatenfriedhof Dormans wurde von den französischen Militärbehörden unmittelbar nach Abschluss der Kämpfe Ende Juli 1918 als deutsch-französische Kriegsgräberstätte angelegt und 1922 durch Zubettungen aus 33 umliegenden Ortsbereichen erheblich erweitert. Die auf dem Friedhof ruhenden deutschen und französischen Gefallenen verloren ihr Leben bei den Kämpfen während des deutschen Vormarsches im August und September 1914 und bei der sich daraus entwickelnden "Ersten Marneschlacht", die zum deutschen Rückzug auf eine Linie etwa nördlich Reims-Soissons führte. Die Toten von 1914 gehörten zumeist der 2. Garde-Reserve-Division sowie Hanseatischen und Mecklenburger Regimentern an. Am 27. Mai 1918 begannen die Deutschen erneut eine Offensive. Nach drei Tagen erreichten die Angriffstruppen Dormans und die Marne, die zwar an mehreren Stellen überschritten werden konnte, der weitere Erfolg jedoch blieb versagt. Am 18. Juli 1918 begannen die Alliierten ihrerseits einen Gegenangriff aus dem Wald von Villers-Cotteréts. Die deutschen Truppen mussten das Gebiet räumen und sich zurückziehen. Die Mehrzahl der Opfer auf dem Friedhof Dormans starb in der Zeit zwischen Ende Mai bis Ende Juli 1918. Sie gehörten hauptsächlich der 1. und 2. Garde-Division sowie Truppenteilen aus Thüringen, Sachsen, Hessen, Baden und Ostpreußen an.

Endgültige Gestaltung

Erst nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Im Jahre 1972 erfolgte der Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Naturstein mit eingravierten Namen und Daten der hier Ruhenden.
Von den 1.931 Gefallenen ruhen 971 in Einzelgräbern; sieben blieben namenlos.In den beiden Gemeinschaftsgräbern mit 960 Opfern sind nur 96 namentlich bekannt.

Die Gräber der beiden Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten als Kennzeichnung aus religiösen Gründen statt eines Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:
1. (oben) "Hier ruht begraben... ."

2. (unten) "Möge seine Seele eingebunden sein in den Kreis der Lebenden."

Die landschaftsgärtnerische Gestaltung erfolgte in den Jahren 1974/1975. Der vorhandene Baumbestand wurde ergänzt, die Gemeinschaftsgräber erhielten eine Einfassung aus Naturstein und ein Monolith, ebenfalls aus Naturstein, bildet nunmehr mit seiner Beschriftung und einer Kassette für das Namenbuch das neue Zentrum des Friedhofes. Bereits 1965 und in darauffolgenden Jahren hatten freiwillige Helfer eines Jugendlagers des Volksbundes die Begrünung des Friedhofes vorgenommen.

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