Dompierre

Frankreich
Gesamtbelegung: 2227
49°35'9.39"N; 2°31'28.95"E
Département Oise



2.227 deutsche Kriegstote

Erster Weltkrieg

Auf dem benachbarten französischen Soldatenfriedhof ruhen 1.279 Gefallene, darunter zwei Engländer.

Der deutsche Soldatenfriedhof Dompierre wurde als gemeinsames deutsch-französisches Gräberfeld am 30. Juni 1916 von einem französischen Armee-Durchgangslazarett angelegt. Zu dieser Zeit befand sich hier ein Bahnhof über den der schnelle Abtransport der zahlreichen Verwundeten erfolgen konnte. Es waren zunächst Soldaten, die ihre Verletzungen während der Sommeschlacht - am 1. Juli hatten Engländer und Franzosen mit ihrem Angriff beiderseits der Somme begonnen - erlitten hatten. Die Mehrzahl der hier Ruhenden sind jedoch Opfer der deutschen Offensiven vom März und April sowie vom Juni 1918 und der alliierten Großangriffe im August 1918. Ein kleiner Teil der Bestatteten ist in der Zeit von 1916 bis 1918 auch in alliierter Kriegsgefangenschaft gestorben. Die Toten gehörten 194 Infanterie- und 34 Artillerieregimentern sowie zahlreichen sonstigen Einheiten, wie Flieger, Pioniere, Sanitätseinrichtungen, Nachschub etc. an. Sie hatten ihre Heimatgarnisonen in Westpreußen, Pommern, Schlesien, Schleswig-Holstein, Oldenburg, Niedersachsen, Ostfriesland, Württemberg Hessen, sowie den Hansestädten Bremen, Hamburg und Lübeck. Der Friedhof wurde 1919 durch Zubettungen aus nahezu 50 Gemeindebereichen vergrößert. Ende 1921 erfolgte die Ausbettung der französischen Toten und deren Überführung auf eine eigene Anlage in der Nähe des deutschen Gräberfeldes.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Instandsetzungsarbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auf Grund einer 1926 getroffenen Vereinbarung mit den zuständigen französischen Militärbehörden ab 1930 aus. Dazu gehörten umfangreiche Baum- und Heckenpflanzungen, Begrünung der Gräberflächen, Gestaltung des Einganges mit geschmiedetem Tor, Einfassung des Gemeinschaftsgrabes mit einer Natursteinmauer, Setzen eines Gedenksteines und Errichten eines Hochkreuzes. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Außer einer grundlegenden landschaftsgärtnerischen Überarbeitung erfolgte ab 1973 der Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Metall mit eingegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden. Die 35 Kilogramm schweren Kreuzfundamente versetzten Teilnehmer an den Jugendlagern des Volksbundes an den Gräbern. Den Transport der Betonfundamente übernahm die Bundeswehr, die damit - ebenso wie die Jugendlichen - den Volksbund eindrucksvoll in der Erfüllung seiner Aufgaben unterstützte.

Von den 2.227 Gefallenen ruhen 1.649 in Einzelgräbern. In dem Gemeinschaftsgrab mit 587 Opfern sind nur 13 namentlich bekannt.

Die Gräber der vier Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Stele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:
1. (oben) "Hier ruht begraben ... ."

2. (unten) "Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden."

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