Dely-Ibrahim

Algerien
Gesamtbelegung: 558
36°45'0.97"N; 2°59'20.11"E

Wegbeschreibung

Von Algier aus der Autobahn N5 in Richtung Westen folgend. Ca. 700 m nach der Abfahrt "Stadion 05. Juli" liegt die Abfahrt "Dely Ibrahim". (Vorsicht Abfahrt liegt direkt hinter einer Brücke, kurze Verzögerungsspur und scharfe Kurve!). Nach ca. 150 m Kreisverkehr nach einer 3/4 Umrundung auf der 4. Ausfahrt in Richtung Westen verlassen. Nach ca. 150 m den nächsten Kreisverkehr auf der 2. Ausfahrt in Richtung Westen verlassen. Nach ca. 251 m liegt der Friedhof auf der rechten Straßenseite.Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der versicherungsrechtlichen Lage wird dringend empfohlen, die deutschen Kriegsgräberstätten mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus oder Taxi) zu besuchen (siehe auch "Reisehinweise Auswärtiges Amt").

Bis zum Jahre 1983 ruhten in 83 Orten Algeriens nach den dem Volksbund vorliegenden Unterlagen 558 deutsche Kriegstote, davon 63 Gefallene des Ersten Weltkrieges und 495 Gefallende des Zweiten Weltkriegs. Ihre Gräber lagen auf Gemeindefriedhöfen der europäischen Bevölkerung sowie auf französischen und anderen Ausländerfriedhöfen. Nach der Genehmigung durch die algerische Regierung zur Errichtung einer zentralen deutschen Kriegsgräberstätte bei Dely-Ibrahim, unweit der Hauptstadt Algier, begannen 1983 die Bauarbeiten.


Der Umbettungsdienst des Volksbundes barg bis Ende 1985 bereits 500 Gefallene.

Die Friedhofsanlage liegt an der N 36 Algier – Dely-Ibrahim in Nachbarschaft zu einem jugoslawischen und einem britischen Soldatenfriedhof. Der lange, rund dreißig Meter breite Streifen des Vorgeländes wird zur Straße durch einen Parkplatz mit Mauer und Gittertor begrenzt.

Von hier aus führt ein etwa 100 Meter langer Weg zum Pflegegebäude. Gestaffelte Stauden-, Strauch- und Baumbepflanzungen umrahmen die Fläche, in die der jugoslawische Friedhof mit seinen hellen Betonmauern optisch hineinragt. Das eigentliche, einen halben Hektar umfassende Gräberfeld liegt als Terrasse hangaufwärts quer zum Zugangsgelände. Über eine Treppe zwischen den Stützmauern am Fuße des Pflegegebäudes gelangt der Besucher auf eine mit Rasen begrünte Vorfläche mit Gedenkstein. Das Gräberfeld gliedert sich in acht Grabreihen auf. An der westlichen Seite liegt der britische Soldatenfriedhof.

Die Kriegsgräberstätte Dely-Ibrahim wurde am 28. September 1986 eingeweiht.