Champigny-St.André

Frankreich
Gesamtbelegung: 19836
48°52'28.82"N; 1°16'30.38"E

Wegbeschreibung

Der Friedhof liegt ca. 20 km südöstlich von Evreux (ca. 100 km westlich von Paris) und ist über den Ort St. Andre­de­l'Eure zu erreichen. Von ihm aus fährt man in Richtung Nonancourt auf der Straße D 53 durch das Flugplatzgelände, durch Ferriere und biegt kurz hinter diesem Ort links zum Friedhof ein. Er ist von weither durch das Hochkreuz kenntlich. Von der Straße führt eine Abzweigung unmittelbar zum Friedhofseingang. Durch gute Beschilderung ist der Weg zum Friedhof einwandfrei kenntlich gemacht. Die genaue Adresse des Friedhofs lautet: Cimetiere Militaire Allemand Champigny St. Andre, Route St. Andre, 27220 Champigny La Futelaye/Frankreich

Die Kriegsgräberstätte entstand während der Kämpfe im August 1944 beim Vormarsch alliierter Truppen auf Paris und die Seine. Der amerikanische Gräber dienst bestattete an dieser Stelle auf zwei großen Gräberfeldern eigene sowie deutsche Gefallene. In den ersten Nachkriegsjahren wurden die amerikanischen Toten auf den amerikanischen Soldatenfriedhof St. Laurent-sur-Mer überführt. Das verbliebene deutsche Gräberfeld wurde später von den französischen Behörden durch Zubettung weiterer deutscher Gefallener aus verstreuten Feld-gräbern und aus kleinen Gräberanlagen erweitert. Hierzu gehören auch alle Wehrmachtstoten, die während der deutschen Besatzungszeit auf dem Pariser Zivilfriedhof Ivry bestattet worden waren. Nach Abschluss des Kriegsgräberabkommens mit Frankreich erfolgten im Frühjahr 1959 durch den Umbettungsdienst des Volksbundes weitere Zubettungen deutscher Gefallener aus den Departements Eure, Orne, Seine-Maritime, Eure-et-Loire und Seine-et-Oise. Im Westen und zum Teil im Norden ist die Anlage von einer Mauer umgeben, während sie an den übrigen Seiten durch einen mit Busch werk bepflanzten Wall und einen Graben abgegrenzt ist. Wall und Graben wurden im Jahre 1958 von einem internationalen Jugendlager angelegt. In dem linken Eingangsgebäude befindet sich links des Durchgangs der Aufenthaltsraum. Hier sind auch die Namensbücher der hier bestatteten Toten ausgelegt; ein Übersichtsplan gibt Hinweise über die Lage der einzelnen Gräber. Hinter dem Eingangsgebäude liegt der Gedenkhof mit großen Stelen aus Travertin, welche die Namen verschiedener Orte nennen, aus deren Bereich die Gefallenen zu dieser Stätte überführt worden sind. Grabkreuze aus einem hellen Muschelkalkstein tragen auf beiden Seiten die Namen, Dienstgrade und Lebensdaten von jeweils zwei nebeneinander ruhenden Toten. In insgesamt 17 Blöcken von unterschiedlicher Größe ruhen 19 831 deutsche Ge fallene des Zweiten Weltkrieges. Der gepflasterte Hauptweg führt vom 16 Meter hohen Stahlkreuz, das von jeder Seite des Friedhofs sichtbar ist, zwischen den Gräbern hindurch zum Kameradengrab. Hier sind 816 Tote beigesetzt, von denen 303 identifiziert werden konnten. Die Namen dieser 303 namentlich bekannten Toten sind auf Steintafeln verzeichnet.


Die Kriegsgräberstätte Champigny-St. André wurde am 12. September 1964 eingeweiht.