Briey

Département Meurthe-et-Moselle



2.244 deutsche Kriegstote

Erster Weltkrieg

Unter den Toten befinden sich 60 Soldaten der k.u.k. Österr.Ung. Armee.

Der deutsche Soldatenfriedhof Briey wurde bereits Ende August 1914 von der eigenen Truppe angelegt. Er nahm zunächst die zahlreichen Gefallen aus den Grenzgefechten zu Beginn des deutschen Vormarsches in den ersten Kriegstagen auf. Von September an war Briey Etappenstadt mit Nachschubeinrichtungen und Lazaretten. Dem entsprechend groß ist die Zahl der hier Ruhenden, die den Nachschub- und Etappendienst angehörten und die infolge Unfall oder Krankheit starben. Viele aber erlitten den Tod, nachdem sie als Schwerverwundete von der Front vor Verdun hierher gebracht worden waren und ihren Verletzungen erlagen. Die letzten waren Opfer des großen französisch-amerikanischen Angriff auf den "Mihiel-Bogen" im September 1918. Dazu zählen auch die 60 Soldaten der österr.-ung. Armee, die zum größten Teil ursprünglich auf einem eigenen Friedhof bestattet und nach Kriegsende von den französischen Militärbehörden nach Briey überführt worden waren. In der Mehrzahl gehörten die Toten der k.u.k. 35. Inf. Div. an, die neben drei weiteren Divisionen im Sommer 1918 zur Entlastung des deutschen Verbündeten an die Westfront entsandt wurde und an der Verdunfront noch zum Einsatz kam. Aus 21 Gemeinde- und Ortsteilbereichen erfolgten umfangreiche Umbettungen deutscher Gefallener aus Einzelgräbern und provisorischen Gräberstätten. Die heute hier Ruhenden gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in Ost- und Westpreußen, Posen, Schlesien, Braunschweig, Berlin (Garde), Hannover Lothringen, Brandenburg, Westfalen, Baden und Württemberg sowie im Elsaß und im Rheinland lagen. Die k.u.k. 35. Inf.Div. rekrutierte sich aus dem seinerzeit zu Österreich-Ungarn gehörigen Siebenbürgen (heute Rumänien).

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. aufgrund einer 1926 mit den zuständigen französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. 1932/33 erfolgten u. a. umfangreiche Baumpflanzungen und die erste Begrünung der Gräberflächen. Ferner wurde als zentrales Mal ein Hochkreuz aus Naturstein im oberen Teil des Friedhofes errichtet. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges zunächst noch ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe in Frankreich aus der Zeit des Ersten Weltkrieges beginnen. Zuvor hatten freiwillige jugendliche Helfer des Volksbundes bereits mit gärtnerischen Arbeiten begonnen. 1971 folgte der Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Metall mit eingegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden. Zuvor hatten jugendliche Helfer die erforderlichen 35 Kilogramm schweren Kreuzfundamente, deren Antransport seinerzeit die Bundeswehr übernahm, an den Gräbern versetzt.Von den 2.244 Gefallenen ruhen 1.240 in Einzel- und Gruppengräbern; einer blieb namenlos.In den zwei Gemeinschaftsgräbern mit 1.004 Opfern sind nur 49 namentlich bekannt.

Die sechs Gräber Gefallener jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Stele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:

1. (oben) "Hier ruht begraben ... ."

2. (unten) "Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden."

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