Bray-sur-Somme

Frankreich
Gesamtbelegung: 1093
49°56'27"N; 2°42'47"E
Département Somme
1.119 deutsche Kriegstote

Erster Weltkrieg


1924 erweiterten die zuständigen französischen Militärbehörden das Gräberfeld durch die Einbettung von rd. 200 deutschen Kriegstoten aus fünf umliegenden Gemeindebereichen. Die hier Ruhenden gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in Baden, Bayern, Brandenburg, Sachsen, Schleswig-Holstein, Westfalen und Württemberg lagen.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Jahre 1929 auf Grund einer 1926 getroffenen Vereinbarung mit den zuständigen französischen Militärbehörden aus. Bäume und Büsche wurden gepflanzt, die Gräberreihen hergerichtet sowie ein Zugang mit Eingangspforte geschaffen.
Das neue Denkmal wird gekrönt durch ein kunstvoll gearbeitetes Bronzekreuz.

Die Inschrift auf der Vorderseite des Denkmals lautet:
"Hier ruhen deutsche Soldaten"
"Ici repostent des Soldates allemands"

An den Seiten sind Namen und weitere Daten von auf diesem Friedhof Ruhenden eingemeißelt. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges zunächst noch ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe in Frankreich aus der Zeit des Ersten Weltkrieges beginnen. Noch 1977 erfolgte der Austausch der provisorischen Holzgrabzeichen gegen solche aus Metall mit erhaben gegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden.

Von den 1.076 Gefallenen in Einzelgräbern blieben drei unbekannt.

Die Bundeswehr übernahm den Antransport der für das Aufstellen der Metallkreuze erforderlichen Betonfundamente, die zumeist von Teilnehmern an Jugendlagern des Volksbundes an den Gräbern versetzt wurden.

Die Gräber von 5 Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen statt des Kreuzes eine Stele aus Naturstein. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:
1. (oben) "Hier ruht begraben ... ."

2. (unten) "Möge seine Seele eingeflochten sein in den Kreis der Lebenden."
Von den 43 Toten im Gemeinschaftsgrab sind 15 namentlich bekannt. Ihre Daten sind auf gegossenen Metalltafeln am Rand der Umfassung festgehalten.

Es erfolgte eine grundlegende landschaftsgärtnerische Überarbeitung, die sich im wesentlichen auf die Begrünung der Gräberfläche und die Einfassung durch einen neuen Zaun und einer Hecke erstreckte.



Friedhöfe anderer Nationen

Im Gemeindebereich von Bray-sur-Somme befinden sich
ein französischer Friedhof mit 893 Toten und vier britische Anlagen mit insgesamt 1.793 Gefallenen.

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